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seien, an welchen alle Christen mit einer gewissen absonderlichenund seltenen Kundgebung ein gefälliges und dankbares Gcmüthgegen den gemeinschaftlichen Herrn und Erlöser für eine sounaussprechliche und wirklich göttliche Wohlthat bezeigen,wodurch der Sieg und der Trinmpf seines Todes vorgestelltwird."
134. Was lehren die Protestanten vom Abendmahl??
Nach den Bekennruißschriftcn der Lutheraner ist der Leibund das Blut Christi in und unter dem Brodc und Weinewahrhaftig und wesentlich zugegen und wird zum Genügedargereicht den Frommen, d. h. denjenigen, die glauben, zurVergebung der Sünden und Stärkung im Glauben; den Böflmaber (womit nur Ungläubige gemeint sein können) zum Gerichtund zur Bcrdammuiß. Eine Verwandlung des Brodes undWeineS nehmen sie nicht an, sondern eine Vereinigung derselbenmit dem Leibe und Blute Christi, aber nur im Gebrauchedes Sakramentes und nicht außer demselben. — Die Nc-sormirten dagegen lehren: Brod und Wein seien kraft der Ein-setzung des Herrn Zeichen, mit deren Genuß der Würdige amLeibe und Blute des Herrn (oder eigentlich an der Kraft dessel-ben) geistig Theil nimmt; der Unwürdige aber wird diesergeistigen Gemeinschaft nscht theilhaftig. Sie leugnen also diewirkliche Gegenwart des Leibes und Blutes Jesu Christi imAbendmahles
135. Woraus gingen diese Lehren hervor?
Aus einer unrichtigen Auslegung der Worte der H.Schrift,und aus dem Streben, das Unbegreifliche und Geheimnißvollczu begreifen und sich vorstellbar machen zu wollen, indem manEigenschaften und Verhältnisse, die man an sinn li ch en Dingenwahrnahm, auch auf den verklärten Leib Christi übertrug unddavon aussagte und so einen trügenden Maßstab anlegte.I3t>. Was lehrt die katholische Kirche noch ferner vom Altarssakramcnte?
Sie lehrt, daß Jesus darin gegenwärtig ist, nicht nur alseine Seeleiispeisc zur Vermehrung der göttlichen Gnade, sondernauch als ein wahres Opfer. Obgleich sich unser Herr selbsteinmal auf dem Altare des Kreuzes vermittelst seines TodesGott dem Vater aufopfern wollte, um da die ewige Erlösungzu bewirken, so hat er doch auch am letzten Abendmahlc seinenLeib und sein Blut unter den Gestalten des Brodes und WeinesGott, seinem Vater, dargebracht, um seiner Kirche ein sicht-bares Opfer zu hinterlassen, wodurch jenes blutige, das einmalam Kreuze vollbracht werden mußte, wieder dargestellt, dasAndenken an dasselbe bis zum Ende der Welt verbleiben unddie heilsame Kraft desselben zur Vergebung der Sünden uns zu-gewendet werden soll. Dieses fortwährende sichtbare Opfernennt die katholische Kirche die h. Messe. Conc. von Trient,22. Sitz. Kap. 1. und Kau. l. ss.