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Katechismus über die Unterscheidungslehren der Katholiken und Protestanten : von katholischen Pfarrgeistlichen Crefelds ; veranlaßt durch den Katecismus der Duisburger Kreis-Synode
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dienste Jesu Christi, der uns, da wir Feinde waren, aus über-großer Liebe durch sein Leiden am Holze des Kreuzes die Recht-fertigung verdiente und für uns Gott dem Vater genug that.Conc. v. Tricnt, 6. Sitz. Kap. 1.

67. Lehren die Katholiken, daß der Mensch um seiner Werke willenselig werde?

Sie lehren, daß durch Christi Verdienst uns Gnade zurSeligkeit gegeben wird, und daß diese Gnade und unsere Mit-wirkung mit derselben uns selig mache.

68. Was verstehen die Katholiken unter dem Glauben?

Die feste (Überzeugung von der Wahrheit der göttlichenOffenbarung in Christo Jesu. Röm. Katech. Der Glaube istsomit der Anfang alles Heils, die Grundlage und Wurzel derRechtfertigung, ohne den es unmöglich ist, Gott zu gefallen undzu seiner Kindschaft zu gelangen. Conc. v. Tricnt, 6. Sitz.Kap. 8.

6S. Wird der Mensch durch den Glauben allein selig?

Nein, durch den Glauben erlangen wir die Grundlage, gott-gefällig und dann selig zu werden, und nur der Glaube machtselig, welcher in Liebe thätig ist, d. h. gute Werke hervorbringt.

Warum lehren die Katholiken, daß nicht der Glaube allein sclizmacht?

Jesus selbst lehrte:Willst du zum Leben eingehen, so haltedie Gebote;" und:Nicht Jeder, der zu mir Herr! Herr!sagt, wird in das Himmelreich eingehen, sondern nur, wer denWillen meines himmlischen Vaters thut." Selbst Paulus, wel-cher nach der Meinung der Protestanten ganz besonders lehrensoll, daß wir durch den Glauben allein selig werden, lehrtRöm. 2, 6. 7, Gott werde vergelten Jeglichem nach seinenWerken und denen das ewige Leben geben, welche beharrend inguten Werken Ehre und Verherrlichung und Unsterblichkeitsuchen. Zwar scheint es, als ob Paulus an anderen Stellender von uns angeführten widerspreche; aber er spricht da vonden Werken des mosaischen Gesetzes, von den jüdischen Cere-monial-Werken. Daß es endlich mit dem nackten Gaubcu nichtgenug sei, lehrt Jakobus in seinem Briefe so deutlich, daß Luther,nachdem er schon durch Einschicbnng des Wortesallein"die Bibel (Röm. 3, 28.) verfälscht hatte, auch noch diesen ganzenBrief als einen unachten verwarf, um nur seine Lehre retten zukönnen. Jak. 2, 14. heißt es:Was kann es nützen, wennJemand sagt, er habe den Glauben, aber die Werke nicht hat?Kann ihn wohl der Glaube selig machen?" ferner 2, 2k.:Wieder Körper ohne die Seele todt ist, so ist auch der Glaube ohnedie Werke todt." Mit diesen Aussprüchen stimmt die Lehreder Katholiken überein, nach welcher weder durch den Glaubenallein, noch durch die Werke allein, sondern nur durch denGlauben, der in Liebe wirksam ist (Gal. 5, 6.), also durch