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Genealogisch-historische Darstellung der Abstammung des verstorbenen Erb-Land-Marschalls Cord Jaspar Ferdinand von Moltzan auf Grubenhagen, Rothenmohr, Ulrichshausen und Moltzow c. P., und der jetztlebenden Gräflichen, Freyherrlichen und Adlichen Maltzane und Moltzane, als Prätendenten zu den von Moltzan-Grubenhäger Lehnen ...
Entstehung
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1570 Unterm dato Wartenberg 13. Ott. 137V schloß Elisabeth geb. Freyinn von der Lamnitz

iz, O-wb. ^ Mejeritz, als des seligen Herrn Hans - Bernhard Maltzan Freyherrn auf Wartenberg undPcntzlin :c. hinterlassene Wittwe, und als natürliche Vormünderinn ihres jungen Sohnes HerrnJoachim Maltzan «ub IV. H. und ihrer andern Kinder, unter Beistand der verordnetenMit - Vormünder,

mit dem Ritter und Kaiserlichen Kammer-Rath in Schlesien Georg von Braun und Ottendorffzu Weiglsdorff, über die eine Hälfte der von gedachtem ihrem verstorbenen Ehe - Manne, hinter-lassenen Herrschaft Wartenberg einen Handel ab, vermöge dessen sie demselben solche Hälfte1570,26. Oct. dieser Herrschaft erblich verkauften, welcher Handel unterm 26. Oct. desselben Jahres von Caspar,Bischof zu Breslau und Kaiserlichem obersten Hauptmann in Schlesien confirmirt wurde.

Abschristliche Konsirmations - Acte des gedachten Bischofs 6. 6.Neis 26. Oct. 1370, welcher der Kaufbrief selbst 6. S.Wartenbcrg 13. Oct. 1570 extrsetive inserirt worden,aus dem Freyherrlich von Maltzanschen Familien-Archiv zuPentzlin mir mitgctheilt und, dem Vernehmen nach, imGräflich von Maltzanschen Archiv zu Militsch gegenwärtigim Original noch befindlich.

Anmerckung.

Mit völliger Gewißheit geht aus dieser Bischöflich - Breslauschen Konfirmations-Acte überden Verkauf der einen Hälfte der Herrschaft Wartenberg also hervor,

daß der vorhin §. 3. bis 6. genannte Freyherr Johann oder Hans Bernhard Moltzan auchMaltzan auf Wartenberg «ub IV. Ll. 1., im October 1570 schon todt gewesen und vonseiner ihn überlebenden Gemahlin Elisabeth, geb. Freyinn von Lamnitz und Meseritz einen un-mündigen Sohn, Namens Joachim Maltzan, auf den er die Herrschaft Wartenberg vererbte,hinterließ.

Ob dieser junge Freyherr Joachim Maltzan aus Wartenberg «üb IV. k. aber sein ein-ziger hinterlassener Sohn gewesen, solches ist nicht deutlich daraus ersichtlich, weil gedachte seineWittwe auch von ihren andern Kindern darinn spricht, deren Vormünderinn sie gleichfalls war.

8- 8.

ass IV. H. Joachim Maltzan, 'Freyherr von Wartenberg und Pentzlin aufWartenberg, des Römischen Kaisers auch Königs zu Un-garn und Böhmen Rath,acquirirt erblich die Herrschaft Militsch nebst dazu gehörigen

, Tschotschwitsch . ^ ^

Herrschaften nachhin Neuschloß und Freyhain, nachdem schon

während seiner Minderjährigkeit auch die zweite Hälfte derHerrschaft Wartenberg verkauft worden; imgleichen seine Ge-bührt, merkwürdige Lebens-Verhältnisse, Schreib-Art seinesGeschlechts-Namens, und hinterlassene Söhne, betreffend.

Durch den im Jahre 1570 geschehenen erblichen Verkauf der einen Hälfte der nach desFreyherrn Johann-Bernhard Moltzan auch Maltzan auf Wartenberg «ub IV. (?. 1. Ablebenauf seinen minderjährigen Sohn, den Freyherrn Joachim Maltzan «ub IV. H, verstammtenHerrschaft Wartenberg, scheint die dabey vorgcwesene Absicht der Vormünder desselben, dieandere Hälfte für ihn zu conserviren, nicht erreichbar gewesen zu seyn, denn schon im nächst-1571. folgenden Jahre, 1571, wurde auch die zweite Hälfte solcher Herrschast an den bisherigenKäufer erblich verkauft,

Büsching, Erd-Beschreibung, Aufl. 3., Th. 4. paK. 806, woaber irrthümlich Vater und Sohn mit einander verwechseltworden,

wogegen der bisherige minorenne Verkäufer, Freyherr Joachim Maltzan «ub IV. K. nachhin15W. im Jahre 1590, durch seine Gemahlinn Eva, Freyinn von Lobkowitz, die Herrschaft, Militsch,nebst dazu gehörigen Herrschaften Tschotschwitsch, (nachhin Neuschloß genannt) und Freyhainerblich acquirirte,

Büsching a. a. O. psK. 810. --

und hierauf noch bis 17. Jan. 1625 lebte, da er, nachdem er 1559. 11. Mai auf demFreyherrlichen Schlosse zu Wartenberg gebohren worden, Italien und andere Länder durchreiset,1586. 7. Jun. mit Eva, geb. Freyinn von Lobkowitz sich vermählt, und als Rath in Dienstendes Römischen Kaisers auch Königs zu Ungarn und Böhmen gestanden hatte, auf dem Freyherr-lichen Schlosse zu Militsch mit Tode abgieng, mit gedachter seiner Gemahlinn 5 Söhne und4 Töchter erzeugt hatte, und nach dem Zeugniß, sowohl der im vorigen H. erwähnten sehr