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2) Was das Wapen dieser Grubenhagenschen Linie betrifft, so findet sich das älteste Siegelderselben an einer Urkunde vom Jahre 1382, und gehört dem Stifter derselben, Ritter UlrichMoltzan auf Grubenhagen «uli IV. s.
Außer der ihn nennenden Umschrift: 8. Vl^kltll. 5111^18, enthält
dasselbe nur einen Helm mit 7 Federn, Pfeilen oder Strahlen, nicht aber die damals schon ge-bräuchlichen und nicht nur von seinem Bruder dem Ritter Bercnd Moltzan de Oysta 8ub IV.(Stifter der in den jetzt lebenden Grafen und Freyherrn von Maltzan auf Militsch, Pentzlin, Peccatelund Wionzowna, und höchst wahrscheinlich auch in den, in den hiesigen und Pommerschen Landensich aufhaltenden und zu der aus der Woldeschen Linie hervorgegangenen jiingern PommerschenLinie auf Osten, Sarow, Wolde :c. sich rechnenden adlichen Moltzancn und Maltzanen noch be-stehenden Woldeschen Linie,) sondern auch schon von ihren Groß - Vater - Brüdern, den RitternFriedrich und Ludolf, Gebrüdern Moltzan 8»b II. 1. und II. 2. bereits zu Ausgange des13ten Jahrhunderts, nach dem Zeugniß einer Urkunde eis 1293 ler. 4. pioximn pv8t ()un-simoävK. (Mittewochen 8. April) geführten jetzigen Wapenbilder dieses Geschlechts, nämlich ineinem in der Mitte von oben nach unten getheilten Schilde, rechts zwey rcchtssehende -Hasen-köpfe und links eine Rebe, im Betreff solcher Rebe zu bemerken ist, daß dieselbe auch alleine,niemals aber die beiden Hasenköpfe alleine, auf des eben-gedachten Ritters Friedrich MoltzansSiegel an gedachter Urkunde von 1293 sich findet.
Ob gedachter Ritter Ulrich Moltzan auf Grubenhagen 8uli IV. n., Stifter der Gruben-hagenschen Linie, außer dem an bemerckter Urkunde von 1382 befindlichen Helm-Siegel (welcheHelm-Siegel in ältern Zeiten sehr gebräuchlich waren, im 14tcn Jahrhundert häufig, im 13tenaber schon seltener vorkommen, und nachhin gänzlich sich verlieren) sich auch eines Siegels mitvorhin erwähnten eigentlich Moltzanschen Wapenbildern bedient habe, welches sehr glaublich ist,weil auch sein genannter Bruder, der Ritter Bcrend Moltzan de Oysta 8uli IV. ^ solcheBilder in seinem Siegel führte, darneben aber auch ein Helm-Siegel mit 7 Federn, Pfeilenoder Strahlen hatte, darüber ertheilen hiesige Urkunden keine Auskunft.
Ebenso bediente sich auch sein Sohn (der Knape) Lüdeke Moltzan auf Grubenhagen 8uhIV. b., dem an einer Original-Urkunde vom Jahre 1397, 29. Nov. befindlichen Abdruck zu-folge, eines Helm-Siegels mit 7 kenntlichen Federn, einem darüber befindlichen Federbusche undmit der ihn nennenden Umschrift: 8 I-V 11(11 Pill Dagegen aber führte schon
dieses Lüdeke's Sohn, der Knape, Herzoglich Mecklenburgsche Rath und Marschall Ulrich Moltzanauf Grubenhagen 8ut> IV. o., ein Siegel mit den beiden rechtssehenden Hasen-Köpfen auf derrechten, und mit der Rebe auf der linken Seite des in der Mitte von oben nach unten ge-theilten Wapen-Schildes, jedoch ohne Helm über dem Schilde, und hatte außerdem auch einHelm-Siegel mit 7 Federn, Pfeilen oder Strahlen und einem darüber befindlichen Federbusche.Von dem Siegel, dessen sich dieses Marschalls Ulrich Moltzan 8uli IV. e. hinterlassener Sohn,der Herzoglich Mecklenburgsche Rath und Marschall Lüdeke Moltzan auf Grubenhagen :c. 8uh-IV. <1. bediente, läßt sich, wie oben bereits bemerckt worden, nichts bestimmtes sagen, weil einan gleichzeitigen Urkunden nur einmal aufbewahrtes und an einer von ihm und seinem gleich-namigen Zeitgenossen und Vetter, dem Herzoglich - Stettinschcn Marschall Lüdeke Moltzan demollleren zum Wolde 8ub IV. II 2., mit einem und demselben Petschafte besiegelten Urkundevon 1432 befindliches Lüdeke Moltzansches Siegel, auf welchem nur ein Helm mit 3 langenschwanckenden Federn nebst der Umschrift: 8. lutle nwlt^nnz befindlich ist, sowohl gedachtemseinem Vetter, als auch ihm gehören kann.
Befriedigender ist dagegen, was sich von mehrern aufbewahrten jünger» Siegeln derGrubenhagenschen Linie sagen läßt. Wedege Moltzan, auch Maltzan auf Grubenhagen, Rothen-mohr :c., Herzoglich Mecklcnburgscher Rath und Erb-Marschall des Fürstenthums Wenden 8ubIV. e., des eben-genannten Marschalls Lüdeke Moltzan auf Grubenhagen 8uli IV. 3. hinter-lassener Sohn, und alle folgende Descendenten, führten mit gänzlicher Beiseitsctzung des alleinigenHelm-Siegels, jene schon lange gebräuchlichen Moltzanschen Wapen - Bilder, und zwar in dervorhin erwehnten gewöhnlichen Stellung, wobey im Betreff der Rebe noch zu bemercken, daßauf den nicht allemal deutlichen Wachs.Siegeln, zwar 2, auch 3 Blätter, die Traube aber nichtimmer, wenigstens nicht immer deutlich daran zu erkennen ist.
Nur im Betreff der Neben - Stücke des Wapens, nämlich des Helmes mit dessen Zu-behörungen, fand einige Verschiedenheit Statt, welche ohne Zweifel nur in bloßer Willkühr ihrenGrund hatte, und in dem Gebrauch oder Nicht-Gebrauch desselben, von einer und derselbenPerson, wie auch in der größern oder geringern Zahl der darauf befindlichen Federn bestand.
Gedachter Marschall Wedege Moltzan, auch Maltzan, auf Grubenhagen 8ul) IV. e. scheint,nach den aufbewahrten Siegeln zu urtheilen, der erste in der Grubenhagenschen Linie gewesen