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Genealogisch-historische Darstellung der Abstammung des verstorbenen Erb-Land-Marschalls Cord Jaspar Ferdinand von Moltzan auf Grubenhagen, Rothenmohr, Ulrichshausen und Moltzow c. P., und der jetztlebenden Gräflichen, Freyherrlichen und Adlichen Maltzane und Moltzane, als Prätendenten zu den von Moltzan-Grubenhäger Lehnen ...
Entstehung
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sind, in denen er als Herzoglich-Mccklenburgscher Unterhändler, als Bürge und Zeuge, und ein-mal auch unter dem veränderten Namen Maltzan, auftrat, und sich eines von seinem vorhinbeschriebenen Pcttschafte in Neben-Dingen etwas abweichenden Siegels bediente:

1. Eine mit seinem anhangenden, gegenwärtig aber nicht mehr daran befindlichen Siegel ^ 's Güstrowbekräftigte plattdeutsche Original - Urkunde <1. ck. Güstrow 1482 myddenßamer, als die älteste, ^ßamcr.^"welche seiner unter verschiedenen - als Bürgen zugezogenen Herzoglich-Mecklenburgschen Rächen,erwähnt, und zwar unter der Benennung:Wedege Moltzan thome Grubenhagen«

2. Eine plattdeutsche Original - Urkunde ä. ck. Schwerin 10. Sept. 148-1, wo er unterverschiedenen Herzoglich-Mecklenburgschen Rächen, als Bürge unter der Benennung:Wedige ^Moltzann geseten thome gruben Hagen marschalck des landes to wenden«vorkommt.

3. Ein von ihm Und (seinem Vetter) dem Herzoglich-Mecklenburgschen Rath und Ritter BcrimBerend Moltzan, auch Maltzan, auf Pentzlin rc. «uli IV. L. ^4., als Herzoglich-MecklenburgschenUnterhändlern mit dem Kuhrfürsten Joachim 1. zu Brandenburg, in der Vermählungs-An-gelegcnheit des Herzogs Heinrich zu Mecklenburg mit der Prinzessinn Ursula, des verstorbenenKuhrfürsten Johann zu Brandenburg Tochter, wegen der Münz - Sorte des Ehe - Geldes ge-schlossener und von ihnen besiegelter Vertrag in hochdeutscher Sprache <1. ck. Berlin 1509

25. März, worin« er blosder Herzoglich Mecklenburgsche Rath Wedige Moltzan«ohne einige andere Bezeichnung,

gedachter (sein Vetter und) Mit - Unterhändler, wie oben schon bemerckt worden,ErnnBernnt Maltzan Ritter vnnd Rath" genannt,

und sein an diesem Vertrage gegenwärtig noch besindliches Siegel, welches von seinem vorhinpuK. 94 beschriebenen Pcttschaft in Nebendingen abweicht, in einem deutschen gradestehendenSchilde, rechts zwey rechtsschenve Hasen-Köpfe, links eine Rebe, und über dem Schilde dieBuchstaben: VV. AI. führt.

4. die alte Union der Mecklenburgschen Landstände vom 1. Äug. 1523, als die letzte , Aug. IW.Urkunde, in welcher er vorkommt, indem er selbige unter den Mannen des Fürstenthums Wenden

mit abschloß, und zwar unter der alleinigen Benennung:Wedege Moltzan"'

Klüwer, Beschreibung des Herzogth.-Mccklenburg, Th. 3., Stck.1. psK. 681.

Rein-) res Aleolclonliui-K., eap. 3. 726 728.

Historischer Bericht von den im Herzogth. Mecklenburg seit 600Jahren unter den Landesherrn vorgenommenen Landthei-lungen, (1749) pgK. 64. Beil. 4.

5. und zuletzt eine zwischen den Moltken einer Seits und den Kerckhofen und Brokern, »bgque '-.noBürgern zu Rostock, anderer Seits, am Dingstage und Mittewochen nach Egidii, ohne Angabe Atttewoch nachder Jahrzahl, aufgerichteter Original-Rezeß in Plattdeutsch. Spr., über die Moltkensche Abtretung

des Gutes Toitenwinckel für 15500 Marck, worinn er als Zeuge sehr deutlich:Wedege dcsis.odcrdcmMaltzan erffmarschalck des landes to wenden« heißt,' Jahrhunderts^

wobey noch zu bemercken, daß in diesem Rezesse das a und a niemals promisoue gebrauchtworden.

Aus den Schriftzügen dieser Urkunde läßt sich nicht mit Zuverlässigkeit bestimmen, ob die-selbe aus dem Ende des 15ten oder dem Anfange des 16ten Jahrhunderts herrühre; im letzternFalle, und da ein Versehen des Urkunden-Schreibers hier nicht zu präsumiren ist, kann er, dernur in hiesigen Verhältnissen gestanden zu haben scheint, diesen veränderten Namen, welchen zuerstsein gleichzeitiger und durch den Ankauf der Böhmischen Herrschaften Graupen und Töplitz, inBöhmen bekannt gewordener Vetter, der Ritter und Herzoglich - Mecklenburgsche Rath BerendMoltzan auf Pentzlin und Wolde «uli IV. L. , und dessen ebenfalls schon zu dieses Rathsund Marschalls Wedege Moltzan auf Grubenhagen «üb IV. e. Leb-Zeiten in Kaiserlichen Dienstengestandener Sohn, der Ritter Joachim Moltzan, nachhin Freyherr auf Wartenbcrg 8ud IV. k Vdem Oesterreichschen, Böhmischen und Schlesischcn Dialecte zufolge, führten, nur aus Nachahmungangenommen haben, sowie nicht nur mehrere seiner Desccndenten auf Grubenhagen, Rothenmohrund Ulrichshausen :c., sondern auch des gedachten Ritters und Freyherrn Joachim Moltzan auchMaltzan auf Wartenberg sub IV. kh Bruder, der Herzoglich Mecklenburgsche Rath undFreyherr Georg Moltzan auf Pentzlin und Wolde 8ub IV. kV n. und desselben in der zweitenHälfte des 18ten Jahrhunderts ausgestorbene Descendenz auf Pentzlin, und die ältere und jün-gere Pommersche Linie auf Osten und Kummerow, auf Sarow und Wolde, diesen verändertenNamen Maltzan, seitdem zuweilen ebenfalls aus Nachahmung führten, wie solches thcils schonvorhin, theils auch weiter unten gezeigt worden.

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