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Genealogisch-historische Darstellung der Abstammung des verstorbenen Erb-Land-Marschalls Cord Jaspar Ferdinand von Moltzan auf Grubenhagen, Rothenmohr, Ulrichshausen und Moltzow c. P., und der jetztlebenden Gräflichen, Freyherrlichen und Adlichen Maltzane und Moltzane, als Prätendenten zu den von Moltzan-Grubenhäger Lehnen ...
Entstehung
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und bis auf die jüngere Rothenmohrsche bi-aneke, zu welcher der jüngst-verstorbeneErb-Land-Marschall Cord Jaspar Ferdinand von Moltzan auf Grubenhagen w. subIV. o. gehörte, sämmtlich im I7ten Jahrhundert ausgestorbenen, hier ebenfalls nichtdurchaus interessirenden Zweige desselben, nämlich der jüngern Trechowschm, derUlrichshausenschen, der Radenschen und der Rothspalckschen Linie, welche er zwartabellarisch darstellte, und zum Theil auch die Abstammung der Stifter derselben,aber nicht ihrer weniger bedeutenden Descendenten documentirte.

Die Nachrichten von der zum Woldeschen Hause gehörenden jüngern PommerschenLinie auf Osten, Sarow, Wolde :c., zu welcher die in den Mecklenburgschen undPommerschen Landen jetzt sich aufhaltenden nicht Gräflichen und Freyherrlichen,sondern Adlichen Moltzane und Maltzane, als Mit - Prätendenten zu den Gruben-hagenschen Lehnen, sich rechnen, glaubte er, wenn auch selbige weder von Groß-herzoglicher Lehnkammer, noch von der Familie selbst, verlangt worden, soweit siehier vorhanden sind, ebenfalls sorgfältig aufsuchen und aufzeichnen zu müssen, umdie erhobenen Lehns-Ansprüche solcher angeblicher jetziger Nachkommen daraus be-urtheilcn zu können;

weil aber die Beendigung dieser Arbeit von allen Seiten zu dringend gewünscht worden,so mußte er sich mit der bloßen tabellarischen Darstellung solcher, nur zum Theil,und bis gegen die erste Hälfte des I8ten Jahrhunderts in hiesigen Urkunden undActen bekannten Linie begnügen, ohne solche Tabelle durch die überdies nur sparsamhier aufbehaltenen genealogischen und historischen Nachrichten zu docümentiren.

Was nun die Art und Weise der Benutzung gesummter urkundlichen und acten-mäßigen Nachrichten, oder die Bearbeitung und Darstellung der beweisenden Mate-rialien betrifft, so ist er im Allgemeinen der Gattererschen Methode in seinem Ab-risse zur Genealogie, zwar gefolgt, wegen der zugleich sich vorgesetzten historischenBearbeitung aber, war er gezwungen, von solcher Methode etwas abzuweichen.

Der genealogisch-historische Text besteht deshalb nicht aus genealogischen Sätzenund aus ihren Beweisen, sondern aus dem wesentlichen Inhalte der Urkunden, welcheparagraphenweise, und wenn auch nur selten wörtlich extraHirt, doch dem Sinne nachtreu und mit großer Sorgfalt und Genauigkeit vorgetragen worden; jedem H. gehtaber nicht nur der kurze wesentliche Inhalt desselben oder der darinn angeführtenUrkunde, mit Benennung und Bezeichnung der darinn vorkommenden Individuendieses Geschlechts vorauf, sondern häufig folgen auch erläuternde Anmerckungen hin-terher; alle, diese Familie aber eigentlich nicht betreffende und dennoch angeführteUrkunden, in welchen Moltzane nur als Zeugen, Bürgen und Unterhändler vor-kommen, sind nur im Allgemeinen, am Schlüsse der Nachrichten von jedem solcherIndividuen bemerckt.

Wegen treuer Darstellung des Sinnes jener lateinischen und plattdeutschenFamilien-Urkunden, hielt er den sonst nicht ungewöhnlichen t^oüox piodatiauum,welcher die ganze Arbeit nur um vieles weitläuftiger gemacht haben würde, fürüberflüssig, und die am Schlüsse hinzugefügte Beglaubigung für hinreichend. Wasübrigens die Eintheilung des Ganzen betrifft, so ist es in Perioden, Abschnitte undAbtheilungen gebracht, und jede der beiden hier hauptsächlich interessirenden Linien,nämlich die Woldesche und die Grubenhagensche, nebst den dazu gehörenden draneken,darinn besonders abgehandelt, der nicht dazu gehörenden und ausgestorbenen Linienaber, wie vorhin bereits bemerckt worden, nebenbey Erwähnung geschehen.