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Genealogisch-historische Darstellung der Abstammung des verstorbenen Erb-Land-Marschalls Cord Jaspar Ferdinand von Moltzan auf Grubenhagen, Rothenmohr, Ulrichshausen und Moltzow c. P., und der jetztlebenden Gräflichen, Freyherrlichen und Adlichen Maltzane und Moltzane, als Prätendenten zu den von Moltzan-Grubenhäger Lehnen ...
Entstehung
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1230 und bey Schließung des Grenz-Vertrages zwischen dem Stifte Ratzeburg und

Vl.Icku.Sept. ^ ^ Kgpt.,

als Zeuge zugezogen worden,

vom lateinischen Orig. genommene archivalische Abschrist, auch ab-gedruckt beim ^Vestplial, I. e., ^om. II. pa^. 2064. 2066.Schröder, I. e. ann. 1230, 663 666.sowie noch früher, um die Mitte des I2ten Jahrhunderts4) abermals ein Johannes de Multzan, welcher dem bei Wieder-Aufrichtung der"54 Bisthümer Lübeck, Schwerin und Ratzeburg im I. II 64 gefertigten Verzeich-niß der bischöflich Ratzeburgschen Lehne zufolge, den Zehnten von 2 Hufen indem zum Ratzeburgschen Kirchsprengel gehörigen Dorfe Ratisdorf hatte;so sind doch solche 4 Glieder dieses Geschlechts mit dem zuerst genannten gemein-samen Stamm-Vater der vorhin genannten 6 Linien, nämlich dem in der zweitenHälfte des I3ten Jahrhunderts lebenden Ritter :c. Ludolf Moltzan auf Kummerow«üb I., in keine Verbindung zu bringen;wegen des in jenen Zeiten und späterhin noch üblichen Gebrauchs, daß der Enkelgewöhnlich den Namen des Groß-Vaters führte, dürste der bey den Jahren II 94und 1230 genannte Ritter Bernhardus de Mulsan und de Mulzian, wahrscheinlichaber der Vater des eben genannten Ritters :c. Ludolf Moltzan auf Kummerow«ub I. seyn, weil unter den hinterlassenen sechs Söhnen dieses Ludolfs, auch einBernhard Moltzan auf Kummerow sud II. 4 sich findet.

Ganz vorzügliche Sorgfalt glaubte der Verfasser aber in Aufsuchung und Be-merckung der wesentlichsten Nachrichten von der Woldeschen und GrubenhagenschenLinie und den dazu gehörenden Zweigen beobachten zu müssen, und zwar nicht nurin Hinsicht der genealogischen, sondern auch der historischen Nachrichten,um dadurch den Zweck der ganzen Arbeit desto sicherer zu erreichen, und durchletztere insbesondere, eines Theils die aus den eigentlichen genealogischen Documentcnhin und wieder nicht vollkommen deutlich hervorgehende Abstammung noch deutlicherzu documentiren, andern Theils, um Zeit, Art und Weise der Acquisition der Be-sitzungen beider Linien und insbesondere der Grubenhagenschen Güter daraus kennenzu lernen,

und hiernächst um dem Ganzen ein Interesse mehr zu verschaffen.

Wenn er aber auch solche Urkunden benutzte, welche diese Familie eigentlich nichtangehen, und worinn nur ein und das andere Individuum derselben als Zeuge oderBürge oder Unterhändler erscheint, so glaubte er auch hiezu hinlängliche Gründezu haben,

denn eines Theils dienen solche Urkunden dazu, um solche darinn vorkommende In-dividuen in diesen und jenen Eigenschaften, deren in mehreren der eigentlichenFamilien-Urkunden nicht Erwähnung geschieht,

andern Theils aber auch, um ihr Ansehen, in welchem sie standen, daraus kennenzu lernen.

Dagegen machte er von sonstigen, überdies nicht sehr häufig hier aufbewahrtenund auch nicht sämmtlich interessirenden Urkunden von den alten ausgestorbenenMoltzanschen Linien auf Schorsow, auf Osten und Kummerow, und auf Trechow,soweit selbige sich nicht auf deren Stiftung beziehen, nur insoferne Gebrauch, alsder Woldeschen und Grubenhagenschen Linie darinn zugleich mit Erwähnung ge-schieht, oder als ein oder ander Geschäft, gesammte fünf Linien entweder alle oderzum Theil mit einander vereinigte,

und berührte jene drey weniger bedeutende Linien mithin nur incidenter bei Be-handlung dieser beiden hier vorzüglich interessirenden Moltzanschen Häuser auf Woldeund auf Grubenhagen,

und ebenso verfuhr er auch in Hinsicht der zum Grubenhagenschen Hause gehörenden