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Grundriß der Geschichte der älteren, mittleren und neueren Zeit
Entstehung
Seite
159
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67) VIII. In dem ss. 980) mit Teutschland verbunde-nen .Belgien hatten sich Herzoge und Grafen erhoben, wel-che (außer Artois u. Flandern) teutsche Oberhoheit anerkann-ten ; durch Industrie und Handel erzeugte sich hier ein Wohl-stand und eine Cultur, wie sie sonst nur noch in den blü-hendsten Küstenstädten Italiens gefunden wurden. Das, nachAussterbeu der franz. ältern Burgnndischen Herzogen-Familiemir Philipp I sizhi^, von Philipp d. Kühnen, S.des franz. K. Johann ausgehende Plcu-Brngnndische-Haus f ighz f gelangte besonders unter Philipp O. Gnren(1419—146Hz zum Besitze fast aller bclg. Provinzen undzu einer Macht, welche dem ehrgeitzigcn Karl d. Kühnenf 1466 —1477 I reiche Mittel zur Realisirung seiner Vergrös-fcrungsplane darbot; Lotharingens Eroberung gelang ihm»475), aber bey den Schweizern fand er Demüthigung u.Tod fd. 5 Jan. 1477). Durch f. Tochter Maria Vermäh-lung fd. 20 Aug. 1477) mit Maximilian v. Oesterreichkamen die belgischen Provinzen, Frankreich suchte es vergeb-lich zu verhindern, an das österreichische Haus.

68) IX. In Spanien stieg bey Theilung der arabischenMacht fbes. s. ioz8^, und bey den von NAfrika s ioyi;1149) ausgehenden Dynastieen-Nevvlutionen, das Ueberge-wichc der christlichen Königreiche sbes. 1229—1259 Pstilicn, nach öfteren Theilungen und inneren Fehden, ver-größert durch Alphons VI sst. iioy), erhielt durch Fer-dinand ill si2g6 —1256) und Alphons X s—12841«ine feste Verfassung; Aragonicn erhob sich s s. 1096) durchSiege über die Araber, wurde mit Catalonien siiL)) ver-einigt, unter Jacob I s i2iz —1276) erweitert und orga-nisier und gelangte durch Per er lV f tZz6 —izZ?) zu ei-nem furchtbaren Ansehn. Beide Königreiche vereinigte dieHeirath (1469) der kastil. Erbin Isa belle (1474) unddes arag. Kronprinzen Ferdinand (1479). Sie begrün-deten durch Demüthigung des Adels und Klerus, Einfüh-rung der Inquisition (1480) und viele Gewaltthätigkeiten

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