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Grundriß der Geschichte der älteren, mittleren und neueren Zeit
Entstehung
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2) Contrast zwischen ciner Cultur lind Religion der Phantasieund zwischen einer Cultur, die aus gesellschaftlichen Bedürf-nissen langsam hervorgebracht, und einer Religion der Re-signation und des Glaubens an das Uebcrsinnliche.z) Wesentliche Veränderung in der hist. Manier im 5. Jahrh.:Augnstinus, Orosilis, Satviaiins. Interessante Spe-cialgeschichtcn, meist in der Form verunglückt. — Haupt-buch.' ffc!» 0/ t/-s c/ec/i»« nn-t ssall vs t/iLc/. 277Ä— älj. 6 00//. /s.

Z2) I. Als Religiosität unter Mechanismus und si'nn-lecren Prunk fast überall erlag und Cultur des sittlichen Ge-fühls durch die Vernunft vernachlässigt oder von Philosophen(die bald ganz isvlirt stehenden wenigen Stoiker ausgenom-men) misleitct war, stellte Jesus Christus »8), idea-lisch-hohcu WahrhcitSstnn, ächte Menschenliebe, Kenntnißher edelsten Bedürfnisse des menschlichen Gemüths und Lchr-wcisheit mir himmlischer Reinheit des Wandels in sich ver-einend, den Glauben an das Himmlische und Geistige wie-der her und gründete eine in ihrem eigenthümlichen ewigenWesen von allem Aeußeren unabhängige und über alles Jrr-dische erhebende Religion, welche durch sittliche Sichersicl-lung der heiligsten Rechte der Menschheit für den, der dieseRechte kennt und achtet, dem Menschengeschlechte eine neueRichtung gab und eine durch Uebung, Kampf und Resigna-nation fortgesetzt an Energie gewinnende Tugend forderteund möglich machte. Das Christenthum vereinigte abermalden Orient und Occident; von ciner in ihrer localen Entste-hungsform einseitigen jüoischen Messias-Seele erhob es sichzur allmächtig wirksamen moralischen Familien-Religion indrey Welttheilen; die römische Rcligions-Toleranz, die Em-pfänglichkeit des Polytheismus für neue Religionen, dieUniversalität der griechischen Sprache, die Zerstreuung derJuden in allen Gegenden, der bey Jndifferentismus, Spottund Skepticismus in Ansehung der heiligsten AngelegenheitdeS menschlichen Herzens immer tiefer wurzelnde Hang zumMystischen und Wunderbaren, die Standhastigkeit der Mär-

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