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Ein verschollenes Adelsgeschlecht der Oberlausitz in Preussen : [Koblitz oder Colbitz] ; nebst einigen Gedanken über die Nationalität alter oberlausitzircher Adelsgeschlechter
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20 Ein verschollenes Ndclsgeschlecht der Öberlnnsih in Prcnstcü.

ein Gut im Hauptamt Sehesteu, das, wie es 1551 heißt, durch seiue Wittweau dereu zweiten Ehemann Christoph v. Wautkowski kam. H

Die weitereu Nachrichten über George v. Kolbitz beschranken sich anseine Notiz ans dem Jahre 1öö3, wo er und sein Bruder in Gemeinschaft mitihrem Vetter Ambrosius v. K, erwähnt werden.

7. Hans v. Kolbit;.

In dem Testament Hansens v. Lindenau vom Jahre 1751 kommen,nachdem vorher Peter v. Kolbitz und der „draußen" ansässige Hans v. Kolbitzmit Legaten bedacht und als seine „Erben" die beiden Deutsch-OrdensritterHerr George und Hans v. Kolbitz, Pfleger zu Johannisburg bezw. zu Sehestengenannt sind, Peter und Hans v. Kolbitz „angezeigter beider Herrn Gebrüder",vor. Die beiden Letzteren, Peter und Hans v. K., kann ich für keine anderenhalten, als die vorher besonders mit Legaten bedachten. Zwei Brüder müssenmithin denselben Taufnamen geführt haben. Bei der weitern Erwähnung stehtder obige Zusatz bei Hans v. K. nicht mehr, wohl aber findet er sich i»dem auf die Ansprüche aus dem Testamente bezüglichen, schon oft erwähnte»Schriftstücke von 1527, wo es heißt, daß Hans v. Colbicz mit seinerSchwester Anna in der Oberlansitz gesessen sei. Ich halte diesen fürdenselben, den als dortigen Edelmann Knothe zum Jahre 1519 anführt.Nach einem Schriftstück von 1540 lebte der obige Hans noch damals, wo auchzugleich sein Sohn Ambrosius genannt wird.

Bevor wir auf diesen kommen, mögen noch

8. Gertrud, Barbara und Magdalena v. K.

hier aufgeführt sein, jene drei schon obei? genannten Klosterjungfrauen zuSeuselitz in Meißen, nahe der oberlausitzischen Grenze. Ob sie Schwesternwaren, wie es den Anschein hat, ist ebensowenig ausgemacht, als wie siemit den Vorgenannten verwandt waren. Sie befinden sich^) 1542 unter denjenigen Conventnalinnen des Klosters, welche in der Zeit von 1543—1548jährliche Pensionen beziehen, nachdem das Kloster säcularisirt war, und verließenes im Jahre 1545, von wo ab sie statt 40 nur 30 fl. jährlich empfingen.

9. Ambrosius v. Kolbitz,

der Sohn Hansens, wird auch in jungen Jahren nach Preußen gegangen sein.Unterm 2. August 1565 verschrieb Herzog Albrecht dem Ambrosius „Kolbitz"20 Hufen Wald im Amte Stradaunen (bei Oletzko) und ertheilte die gcsammteHand daran dem Hofdiener „Hans Kalbitz".^

Vergeblich würden wir versuchen, diesem letztern eine Stelle in derKolbitzschen Genealogie anzuweisen; er mar dem Geschlecht völlig fremd und hatteoffenbar durch Betrug sich seine Rechte erschlichen, mit denen er auch in späterer Zeit

l) In einem Schriftstücke des Königsbergcr Archivs von 1540 werden Christophv. Wandtkau und Mortui v. Weißbcck zusninmen erwähnt.

ch In Akten des Hauptstaatsarchivs zu Dresden. Sic werden als Convcntnolinncnschon 1541 genannt. Laxonin dnricmv. 1734 S. 282 und 1762 S. 220. Vcrgl. Klohschund.Grundig, Sonnnlung vcrm. Nochr. Vi. p. 162.

ch Staatsarchiv zu Königsberg V. LI. 3. 28. 183.