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Theil 2 (1837)
Entstehung
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Die Seiten dcS Thabor sind uneben, steil, abschüssig,mit wohlriechenden Bäumen und Stauden bedeckt,welche aus den Felsenritzen hervorwachscn. Ueberallwo Gras wachsen kann, ist die Erde mit Grün undBlumen bedeckt. Die Pfade sind beynahe ungangbar,und so gut auch die Pferde immer seyn mögen, somüssen sie sich doch außerordentlich anstrengen, gewissegefährliche Stellen zu überwinden. Meine Stute stürztean einer dieser Stellen, und zwar so, daß ich mich, so zutagen, unter ihr befand. Ich hielt mich fest, und drücktesie in die Weiche. Sie sprang mit mir auf, und Gottfty Dank! wo ich hätte zerschmettert werden können,ward ich nicht einmal geritzt.

Endlich kamen wir auf dem Gipfel an. Die Schrift-stiller, welche behaupten, er gehe spitz zu, wie einZuckcrhut, irren; er ist ein ebener Platz, der ungefähreine halbe Stunde im Umkreise hat. Man sieht da-selbst nur sehr hohes Gras, Gesträuch, Stauden, aufden höchsten Punkten kleine Gebüsche und ungeheuereSteinhaufen, Trümmer der Kirchen, welche die heiligeHelena hier hatte erbauen lassen, um das Andenken deSGeheimnisses zu verewigen, welches hier erfüllt wordenist. Wild gibt es hier in großer Menge; die buschigenOrte und die Höhlen der Felsen dienen den Panthern,Ebern und andern wilden Thieren zum Aufenthalte.

Indem wir uns auf eine mühsame Art durch dieDorncngesträuche, Brombeerstauden und dichten AesteBahn brachen, kamen wir zu einer verfallenen Kapelle,welche die einzige ist, die gegenwärtig noch steht. Die