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Theil 2 (1837)
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ferne einen Feigenbaum, der Blätter hatte, ging aufihn zu, ob er nicht etwa eine Frucht daran fände; erkam hinzu, und fand nichts als Blätter. Da sprachJesus und sagte dazu: »Von nun an soll Niemand inEwigkeit eine Frucht von dir essen.«

Wir machten noch einige Schritte, und befandenuns in Bethania. Dieß war ehedem eine kleineStadt, welche dem Stamme Benjamin angehörte.In den ersten Zeiten der Kirche wurde es von denGläubigen häufig besucht. Gegenwärtig ist es nurein schlechtes Dorf, welches einige türkische Familienbewohnen. Sein Name bedeutet nach Einigen: »Hausdes Gehorsams,« oder »der Trübsal,« nach Andern:»Haus des Geschenkes.« Die Türken nennen es heutzu Tage Lazari, zum Gedächtnisse des Lazarus, fürden sie eine große Verehrung hegen.

Die Häuser sind sehr niedrig, und wie alle in Ju-däa, mit platten Dächern bedeckt. Das Erste, waSmir bcym Eintritte ausfiel, war auf mehreren dieserplatten Dächer Hämmel und Ziegen zu sehen. Ichhalte noch nicht Gelegenheit gehabt, etwas Aehnlichesin den Flecken Palästinas wahrzunehmen.!

Ich verweilte zur Rechten bep dem Orte, wo sichdas Grab des Lazarus befindet. Da man zu dem-selben dreyßig sehr dunkle Stufen Hinabfteigen muß,so ließ ich zwcy Fackeln anzünden. Hierauf ließ ichmich auf die Kniee nieder, und las mit tiefer Samm-lung der Gedanken das tl. Kapitel des Evangeliumsdes heiligen Johannes, welches die rührende Erzäh-