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Die Stellung der spanischen Kirche zum Roemischen Stuhle von Beginn ihres Gründens bis auf die neueste Zeit
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übertragen werden kann, wenn es ihnen so beliebt. Wer hatden Römern, um noch ein Anderes zu erwähnen,, das Rechtbeigelegt, daß sie den Metropoliten zumuthcn dürfen, von ihnendas Pallium sich zu erbitten und nicht eher ihr Amt zu üben,als bis sie dies, worin angeblich, wie die Römer es so schlauersonnen, die xleiiitnüo der Mctropolitangcwalt beruhe, erhalten?Die alte Spanische Kirche kennt keine Römische Pallien, welche denMetropoliten nothwcndig waren; dieselben sind eine Erfindungdes !). und 10. Jahrhunderts, auf den Grund der falschen Dc-crctalcn gemacht.

Und damit Gott diese Rechte des Römischen Stuhles,Rechte, die den alten Eanoncs der christlichen Kirche schnurstrackswidersprechen, in seinen h. Schutz nehme, wird das Gebet derganzen katholischen Kirche in Anspruch genommen und denGläubigen wird auS dem Gnadenschatzc an der Tiber, der beiuns Deutschen vom 10. Jahrhunderte her in einem so überausherrlichen und segensreichen Andenken ist, vollkommncr Ablaßversprochen, wenn sie für die Erhaltung jener Rechte betenwollen.

Wenn denn die Spanier vom christlichen oder katholischenGlauben abgefallen, wenn sie den Kultus zerstört hätten, dannwäre ein solches Gebet an seiner Stelleaber da sie nichts wei-ter gethan, als daß sie die ersten Schritte gemacht haben, umder absoluten Herrschaft Roms über die Kirche entgegenzutreten,dessen usurpirte Rechte und Gewalten zu leugnen und ihr altesehrwürdiges Kirchengesctzbuch wieder einzuführen, so ist ein Ge-bet, gegen ein solches Unternehmen gerichtet, ein thörichtcs undgottloses. Die Anstellung solchen Gebetes zu erlauben, ist einMißgriff, eine Herabwürdigung des Gottesdienstes; der vonRom daraus gesetzte Ablaß eine Schande für die Kirche, zugleichein Beweis, daß Rom noch nicht aufgehört hat, die Religionfür seinen Egoismus auszubeuten. Ich bcdaurc jeden Katholi-ken, der für solch eine Misere sich einen Ablaß verdienen will;wir deutschen Katholiken aber sollten inbrünstig zu Gott bitten,daß er die Schritte der Spanischen Regierung segne, damitdoch wenigstens'mit der Emancipation der katholischen Kirche