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Die Stellung der spanischen Kirche zum Roemischen Stuhle von Beginn ihres Gründens bis auf die neueste Zeit
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Es konnte nicht fehlen, daß Gregors VII. Pontisicat, soreich an großen Ereignissen und Erfolgen, der Spanischen Kircheimponirtc und ihr Furcht und Ehrerbietung gegen den RömischenStuhl einflößte. Diese mußte um so höher steigen, da Gregor,wie er sich zum Gebieter der Kirche aufwarf, so auch überSpanien als Reich die Obcrlchnshvhcit in Anspruch nahm undgeltend machte.

Bon Alters her sei Spanien volles Eigcnthum des h. Pe-trus gewesen. Wenn auch die Arabische Occupatio,, dasselbeunterbrochen, so habe sie es doch keinesweges aufgehoben undes müsse sich jetzt mit doppelter Kraft geltend machen. Nurdem h. Petrus und seinem Stuhle dürfe Spanien erobert wer-den; ihm gehöre Alles, was den Arabern entrissen sei und ent-rissen werde. Darnach müßten sich die Spanischen Fürsten rich-ten, denn lieber werde er sehen, daß das Land in den Händender Ungläubigen bleibe, als dem seligen Himmelsfürsten vorent-halten werde." ')

Auf diese Weise imponirtc er auch den Königen und Für-sten, die sich um so mehr zu ihm hinneigten, als alle, bei ihrenewigen Streitigkeiten und Zwisten, bei ihren ehrgeizigen Bestre-bungen Römischer Hülfe nicht glaubten entbehren zu können.Daher siel aller Widerstand vor Gregors kräftigem Willen, ent-schiedener Sprache, festem Auftreten. Der alte Gothische Ritusunterlag dem Römischen.

Urban II. trat ganz in seine Fußstapfcn. Es gab kaumeinen Augenblick, wo er nicht Legaten in Spanien hatte. Al-lenthalben sah man sie; auf allen Synoden und Reichstagenwaren sie zugegen und wahrten das Interesse ihres Herrn; inAlles mischten sie sich; alle Sachen brachten sie vor ihren Rich-tcrstuhl; sie entschieden Streitigkeiten, crtheilten Privilegien, er-munterten, belohnten hier, drohten, straften dort. Alles beugtesich vor ihnen.

1) Bei ^un-<- r. V. p. t ff.2 'i'. v. i>- iZt.