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Wer eine solche Sprache einer Spanischen Synode gegeneinen Römischen Bischof mit der Anerkennung eines Primats,einer höheren Berechtigung, ja einer obcrherrlichcn Stellung desRömischen Stuhles vereinigen kann, mit dem wollen wir nichtstreiten, sondern ihn nur auf den Inhalt des von uns aus derZ5. Synode von Toledo Angeführten aufmerksam machen. Eswird dem Römischen Bischöfe Benedict darin vorgerückt:
1) daß er den Bericht der Spanischen Bischöfe sehr fahr-lassig gelesen und darum nicht verstanden habe; daß darum nichtsie geirrt haben, sondern er, Benedict.
2) Die Synode sagt diesem gerade ins Gesicht, sie schämesich nicht, das, was wahr sei, zu vcrlheidigcn; aber gcwisscLeutemüßten sich schämen, das nicht zu wissen, was wahr sei.
Z) Sie bezeichnen dem Papste ins Gesicht sein Benehmenals ein „mit schamloser Stirn den Vätern Wider-stehen'.
4) Sic sagen ihm, wenn er ihren Ausführungen längerwiderstehe, so falle auf ihn die durch das Concil von Chalcedonausgesprochene Verdammung.
5) Sie setzen die Aussprüche des h. Ambrosius und Ful-gentius, womit sie ihre Ansichten vcrthcidigcn, über die Ent-scheidungen des Römischen Stuhles und fordern vondiesem, daß er sich ihnen unterwerfen solle; weil alles, was mitjenen nicht übereinstimme, Abirrung vom wahren Glauben sei.
l») Endlich sagt die Synode den Römern gerade zu, wennsie mit den Lehren der Vater, die sie ihnen vorgetragen, nichtübereinstimmten, so wolle man mit ihnen nicht länger streiten,sondern, den Fußtapfcn der Väter folgend, vertrauen, daß Wahr-hcilsfreunde die Antwort der Synode genügend finden werden,wenn dieselbe von unwissenden Nebenbuhlern auch als einegrundlose erachtet würde.
Als Verfasser jener Erörterung, gegen welche Benedict seineAusstellungen gcmgKt hatte, nennt Noderich, Bischof von To-ledo, in seiner Geschichte (Ii,. III. e. I!Z) den Julian, den Vor-sitzxr her Synode, einen Mann , dessen Andenken mit der Ehreeiner gründlichen Gelehrsamkeit und wahren Frömmigkeit geziert