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auf den allgemeinen Synoden (unter denen er, was ausfallendist, die zweite von Constantinopel s. 553 nicht aufführt), alsauch auf Prov inz ialconcili en unter dem Beistände des h.Geistes alles geordnet haben, was zu einer fruchtreichen Gestal-tung der Kirche erforderlich gewesen sei.
Da nun in Betreff des Glaubens gar keine Spaltung undkein Zweifel obwalte, so erübrige nur, die Handhabung der Dis-ciplin vorzunehmen, als deren Quelle und Norm er angibt dieh. Schrift und die aamoM?», mit denen
sie, acUüdit» oominuni eonsensu oninia, guae llis^Iiaueriiit,rationabiU guelicio, verbessern könnten.
Bei der heil. Schrift nun beginnend, verliest er zuerst1. Petri 5, namentlich diF Stelle: „Euch Ael testen bitteich als Mitältester, weidet die Euch anvertrauteHeerde u. s. w.dann läßt er eine Reihe von Synodalde.creten folgen, die auf das gegenwärtige Bedürfniß berechnet wa-ren, von denen wir nur auf den 14. verweisen, welcher dieAnsagung des Osterfestes dem Metropoliten der Provinz an-Heim gibt.
Es ist sehr auffallend, daß Martin als die Quellen undMaßstäbe für die Kirchendisciplin nur die h. Schrift und dieCanones der Synoden, nicht aber auch die Decretalen des Rö-mischen Stuhles nennt, dessen in den Acten der Synode auchnicht einmal Erwähnung geschieht.
Die Synode sanctionirt ihre Beschlüsse durch die Unterschrif-ten der Bischöfe und droht mit schwerer Ahndung allen, welchedieselben verletzen würden.
Noch bezeichnender für die Autonomie der Spanisch-Sucvi-schen Kirche und ihre Unabhängigkeit von Rom ist es, daßMartinas eine neue coUuetio eauouum für sie ausarbeitete, inwelcher er in systematischer Ordnung zuerst die Obliegenheitenund Verhältnisse der Geistlichen, dann der Laien behandelt.Der bestimmte Charakter dieser Sammlung ist dieser, daß Mar-tin in selbe bloß Orientalische, Afrikanische und SpanischeSonodal-Canones aufnahm und nicht nur die sämmtlichcnRömischen Decretalen, die längst schon in den Jtali-