Druckschrift 
Buch 1 (1738)
Entstehung
Seite
327
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Anonymi Send - Schreiben.

dem Burkgrafthum Nürnberg aufgesuchten NordgauischenAlterthümesin Ansehen der Mantelfarth des Heil. LekMi, (wie Sie diese Wunder-volle That spöttlich und recht ärgerlich zu betiteln pflegen,) dem gelehrtenMoller die tumme und höchst einfaltige Meynunq aufbürden und sagen:Möller erzehle in seiner viHmarion §.x. ausdrücklich, Sanct Sebald sey,da er von Bayern aus nach Regenspurg gewollt, auf seinem Mantel überdie Donau als auf einem Schiffe gefahren; Nun sagen Sie i. c. Regen-spurg liegt ja denen Mdorssern jenseits der Donau. Wann der Hell.Ledaläus nach Regenspurg von Bayern aus gewolt, hat er ja nicht nöthiggehabt seinen Mantel naß zu machen, und ihn statt eines Schiffes zu ge-brauchen, sondern er hat, ohne die Donau zu xMren, gerade nachRegen-spurg zugehen können. Hier möchte man nach demBeyspiel des Cyni-schen Welt-Weisen, des Otognes, da er an einem sehr kleinen Hauß einüberaus grosses Portal zu Gesichte bekam, fragen: Ou eüieioKi8 äe cett-xoi ts ? Hier: worinnen steckt das Deumen von dieser Grundgelehrten undspitzfindigen Anmerckung? Wie? wann jemand antwortete: entweder indem boshafftigen oder nicht allzuwohl aufgeräumten Gehirn des HerrnHof-Raths.

Allhier führet sich der Anonymus abermahlaufwie ein rechter enar-letan. Denn, wann diese auf ihrem 'I'deatl-o stehen, so brüsten sie sich auf,wie derFrosch in derBorns'Kannen,und machen Wind, der nicht vergeb-lich ist. Ein cllai-ietlm suchet die Leute zu betrügen; und also macht es derim lo. §. seiner viihutation enthaltene und vorher allschonangeführte Worte, wo er saget, S. Sebald sey über die Donau nach Re-genspurg von Bayern aus gekommen, sind so klar und deutlich, baß auchein Knabe aus der 'i^ivi-si-^chule dieselbe verstehen kan, und jedennoch istder ^N0N)WU8 so boshafftig, daß er sie lu aiiuin lenluin wi-quiren oder an-ders verdrehen will, und vermeynet, die Leute sind so einfaltig und sottenes ihm glauben. O! llupzäg iunxiieitg8! Sein mag wohl mit

eitel Heckerling angefüllet seyn, wann er also tumm ins Gelag hineinschmieret, worbey man mit bessern Rechte sagen und fragen könnte: c>u

le 1oZl8 äe cette porte?

Da mögte ich nun wissen, ob einer, der Worte erkläret, wiesie da liegen, deswegen boshafftig könne genennet werden? Leä mmamus

dominem Ldsi-IlitNÜNno ousm maxime inteAmn!

Besser wäre es gewesen, der twMMm hätte lleaüa, nicht aber?e?-