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^Utwr, mein Verfahren höchst boßhafftig, oder höchst einfältig und un-geschickt. Worinnen mag doch die Bosheit oder Einfalt, und Ungeschick-lichkeit bestehen? Darinnen, spricht der x. 9. weil ich I. c. x. 255.§. i2. schreibe:
„Moller erzehlet in seiner Oichmativn, §.io. ausdrücklich, 8.8edM„sey, da er von Bayern aus nach Regenspurg gewollt, auf seinem Man-,,tel über die Donau, als auf einem schiffe gefahren; nun sagen Sie io<?c>„cirato: Regenspurg liegtjadenenAildorffernjenseitsderDonau. Wann,,der Heilige 8edu!cws nach Regenspurg von Bayern ausgewollt, hat er,,ja nicht nöthig gehabt, seinen Mantel naß zu machen, und ihn statt eines-,Schiffes zugebrauchen, sondern er hat ohne die Donau zu p^üii engerade,,nach Regenspurg zu gehen können. „ Der nervus pi-odcmäi, daß ich nem-lich höchst boshaffl, oder höchst einfaltig sey, soll darinnen bestehen: Werda nicht glaubet, der Heilige 8edM sey auf seinen Mantel über die Donaugefahren, derselbe ist höchst boshaffcig; Dieses thue ich, derowegen binich höchst-boshafftig oder einfaltig. Was ist Bosheit, und was"HeissetBmfalt5 Bosheit ist, wann man die Gesetze verachtet, und seine Thatennicht nach denenselben i-eZuilret; und hingegen Einfalt, wann mancheraus Mangel des Verstandes den wahren Begriff und eigentlichen Ver-stand der Gesetze nicht hat, und dahero wegen dieses Mangels seine Tha-ten nach denenselben einzurichten nicht fähig. Jetzt sage mir der Licht scheu-ende des Send-Schreibens, ob man ein Gesetze habe, des HeiligenLedulcll Mantel-Farth gdl'olme zu glauben? Od mii 'aculaliiieneceintöte nö-thig ? Ob die Legende des Heiligen 8eduiäi in allen yunöken unfehlbar wahr?u. d. m. Da wir nun keine Gesetze haben, dieses angebliche und unnöthigeWunder Werck zu glauben, es auch an sich kein ^tticuiuslläei, oder Glau-bens-Articul ist, so sehe ich nicht, wie mich diese Licht-scheuende Fleder-Maus ohne mich zu mjunren, höchst boshafft nennen kan. Wiewohl ichdoch die Mantel-Farth 8.LedMl über die Donau an sich nicht laugne, wohlwissende, daß GOtt überschwencklich rhun kan, über alles was wir wissenund vermögen, und in seinem Heiligen wunderlich sey; fondern ich sage al-lein, daß diejenige, welche aus Bayern nach Regenspurg wollen, die Do-nau zu plM--en nicht nöthig haben, die Brücke auch allda noch vor denenZeiten dieses heiligen Mannes gestanden, dahero man von beyden Seiten,so wohl diß-als jenseits nach Regenspurg kommen können, ohne einer an-dern Uberfarth nöthig zu haben. Oder bin ich gar zu einfaltig, daß ich
Möllers