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Buch 1 (1738)
Entstehung
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255
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Von dem Königlichen Regiment in Thüringen. 255

mahls gelernet habe? Ich weiß wohl zu streiten, aber vom fliehen und zu-rück weichen weiß ich gar nichts, und mag es auch Nichtwissen; und wofernich fernerhin nicht leben kau, fo sott es mir ein Vergnügen seyn, mit mei-nen Freunden zu sterben. Die um uns zerstreut liegende Cörper sollenuns zum Erempel und zu einen Beweiß dienen, daß sie lieber habeil ster-ben, als fliehen wollen. Aber was halt ich mich lange auf? Laßt uns ge-hen, nicht zum Fechten, sondern zum Niedermetzeln! Denn in der Stadtlieget alles, wegen des vorseyenden Friedens-Handel, stille und in guterRuhe, und befürchten sich nichts wiedrigcs, wie sie dann auch wegen derheutigen Schlacht gantz abgemattet sind. Laßt uns dannenhero sie, da siees nicht vermeinen und in festen Schlafe liegen, überfallen! Es kostet we-nig Mühe. Folget mir, ich will vorangehen, und euch anführen. Ichsetze meinen Kopss zum Pfände, wann das nicht geschiehet, was ich sage.

§. x1.11.

Also kan bisweilen ein eintziger Mensch etwas zu Wercke richten, wasalle nicht vermocht haben. Die Geschicht-Schreiber 0) fahren fort undsagen, daß auf dieses Alten Zusprechen, die Sachsen einen Much geschöpsset;dahero wären sie in der ersten Nacht-Wache, wann alles im tieffstenSchlaff lieget, aus ihrem Lager in der Stille aufgebrochen, und hatten un-ter des alten NatgMens, den andere auchnaMnem nennen,Anführung dieStadt gestürmet und solche auch glücklich überstiegen, worauf es bund un-tereinander hergegangen, da Einige sich mit der Flucht llllviret, die meistenaber in die Pfanne gehauen worden,die Unmündige aber allem ausgenom-men , welche die Sachsen sich zur Beute gemacht, (d) Dieses geschähe den

Z. 42.

(s) Als da sind und

(d) Der vorher gedachte saget, wiewohl nach seiner Art, ungeräumt:

Laxones irruentes in civiwrem, Ke^em A Oucem, (.um nniverlo l'opul», czui in ci-viwte repertu8 inei-gt, occidcrunt, (winde in relipuum vul^us InrinA-nimm lie-vientes, puicczuid malculini lexus inte? llnvios ^ldim Zä IdnAelkrute prolkrgve-runt. Durch den König verstehet SiKridus der Francken wkeodoricumi und per 1)u-cem den Thüringischen König Hermenft-ed. Es ist aber eine Unwahrheit, daß KönigTUeodoricus sollte von denen Sachsen erschlagen worden seyn, denn er war ja nicht inder Stadt, sondern in seinen Lager; dann ist es auch nicht wahr, daß König Hermenfriedin der Stadt soll erschlagen worden seyn, wie aus der folgenden Erzehlung klar erhel-let.