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Buch 1 (1738)
Entstehung
Seite
189
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Von der Thüringer Heydenthum w. 189

Nun mögte hier jemand fragen: Wie ich mir alk diesem die ^pttea-tion auf den gegenwartigen Artickel des Inäiculi: ve l-mulLcro äe conlpar- siN'Ml! > machen wolle ? Wie dann aus einem Bretzel ein ZimulLci'Nm oderBildniß heraus zu bringen sey ? Ich antworte hierauf: vw-ceNwus, waniter VW. xxxi. von der Scythen Götzen Dienst redet, sagt, sie hatten im Ge-brauch gehabt, einen blossen Degen in die Erde zu stecken, welchen sie gött-lich verehret, nompomuz viev nennet einen solchen entblößt-und in dieErde gesteckten Degen Limuiaerum. mdenenAnmerckungenuber

diesen schreibt, es hätten die Scythen sonst keinem Gott, als al-

lein dem vvi-ci, 8imu!.-!ci a oder Bildnisse, welche aber nur in einem NsssmDegen bestunden, aufgerichtet. Mit was Fug und Recht komxowus die-ls hier einen blossen Degen ein oder Bildniß nennet, mit eben

demselben haben die Väter des voneüü ein solches Ringe! - Brod oderBreyel- ein LimM-ics-um nennen können. Es pi-Tiemirte ja das Rad andem Sonnen-Wagen, welches an dem grossen Sonnen-Bilde in der StadtInlin, und anderwärts in Pommern, Zusehen war. Ja, wofern er nichtein eigentliches Bildniß zu nennen, so war er doch xrv simulaero, statt ei-nes Bildniß, zu halten.

Warum sollten aber die Väter des voneM dieses verboten haben,in so fern es nur ein blosser Bretzel gewesen wäre ? mögte hier jemand wei-tere iMsn? machen. Ich antworte auch darauf: Die Ursach ist selbst ausdiesem Artickel, und also nicht weit herzuholen; Dann es stehet gleich dar-hey: ve cnwj^.i-v vi'inü. Es wurde das Mehl zuvor in die Tempel zu de-nen Götzen-Pfaffen getragen, und allda aus dem heiligen Brunnen mitWasser besprenget. Weilen nun diejenige, welche zu dem Christenthumgetreten waren, diesen Aberglauben noch wogten beybchalten haben, sowurde auf dem conciilv, zu dessen Abschaffung, die Verordnung gemachettDieses halte ich nun vor das L^W-iei-un^ wo gegen dieser Artickel eiffert;will aber jemand bey dem aus Mehl und Teich wi-mirt uachgehends gebacke-nen ZuekSchwein bleiben, mit dem will ich zwar nicht zancken: Ich wer-de mir es aber ausbitten, zu zeigen, daß Jue! kein Rad, sondern was an-ders helsse.

XXVII. ve limwnenL äe PLNNI8 siictis. Von Bildern, so aus Tuch ge-machet.

XXVIII. ve simubicro, czuvä per camxox xortanc. Von den Bildern, sosie durch die Felder tragen.

Aa 3 xxix.