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Buch 1 (1738)
Entstehung
Seite
177
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Von der Thüringer Heydenthum zc. ,77

trieben, und dasselbe Unser Frauen - Bett -Stroh nenneten. Nun wirdzwar diesem Kraute von denen d-leRms eine heilsame Krafft in verschiebdentlichen menschlichen Zufallen beygeleget; es mogte aber doch bey demnatürlichen Gebrauch nicht geblieben, sondern viel Aberglaube mit untergelassen seyn; und darwider eifferten nun die ?mres aufdem^onciiio. Indem sie aber, nach Art und Weise der damahligen Zeiten, da man im Ge-brauch hatte Deutsche Wörter gleichsam zu imimiü -en, das ist, in das latei-nische mit einzumischen (si) so geschähe es auch mit dem Kraute unser(Thür.Ehron./.THeil.) Z Frauen

dürren sandigten Orten , neben den Strassen und Wegen, und in den Weinbergen,und auf Bau-Felder»:, traget gelbe oder weisse Blüinlein. Wird in den Apotheckmgar selten gebraucht. Etliche wollen, daß es den Weibern die Milch verzehren, unddargegen des Leibes Feistigkeir vermehren soll. Die Bauren legen es sonst in dieMilch, damit sie gerinne und zusammen lausse. Einige loben es wider das Podagra,ein vecottum davon gemacht. Es soll auch das schwere Gebrechen heilen. DieWurtzel mit Wein genetzt, soll Veuerem erregen. Das Kraut in Wasser gesotten unddaraus gebadet, vertreibet dieNaude und Krätze. Wenn die kleinen Kinder nicht zu-nehmen wollen, und die Mitesser haben, soll man sie aus diesen: Kraut baden, so ver-gehet es ihnen. Dis Kraut zerflossen und über den Brand gelegt, zeucht denselbenaus und heilet ihn: Dienet auch wider den Krebs, und alle um sich fressende Schä-den: Vor die Nasen gehalten, oder das Pulver davon in die Nasen geblasen, stilletdas Bluten. In die Fuß-Bäder gebraucht, ziehet es die Müdigkeit aus den Glie-dern, und machet einen sanfiten und lieblichen Schlaff. Einige brauchen es zu denverrenckten Glieder»:. ^ berichtet, daß dieses Kraut mit einem

lieblichen Geruch die herzunahenden Ungewitter verkündige, gebe auch einen lieblichenGeruch von sich,wen»: ein Regenbogen erscheine. Etliche geben insgemein vorschrei-bet §. /S/. wenn man dieses" Kraut, in die Stuben, da die Zech-Brüder sitzen und trincken, auf den Ofen so langlege, bis es wohl erwärme, verursache es, daß sie einander in die Haare gerathen.Er meldet auch, baß es die alten Weiber denen Kindern in die Wiegen legen, vorZauberei).

(K) Also findet man Lau^a, eine Paucke, l?ottaliu5, ein Vorfall, blw-um, ein Filtz oderPeltz, (m-amLies, Grentzen, Heer-Schild,reuäe, Leute, blorMKus, Mör-

der, Aukube, Hand-Muffe, blonnso, Nonnen, klaZa, Plage, plagen, Sicella,

Schelle, 8rava,Stab, Spicarium, Speicher, ckü-ulkis, Trost, Lwb>g,eine Stube, (ZIciA.

eine Glocke, und dergleichen noch viele Wörter mehr. In denen l^oclitionilzuzbuläenliduS) findet man an eine»»:Orte: Lüplüla cum Äldo, Z. cum tribuLcupimlidus. u»:d an eine»:: andern Orte: III. 5. Seäulare Z.

dlox^R 2. NWutor^ia I. Siehe des Herrn Schannatö