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Buch 1 (1738)
Entstehung
Seite
147
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Von denen Thüringischen Grantznngen zc. 147

zogen; West-Tbüringen auch davon auf mancherlei) Art abgerissen wor-den, von welchen allen weiter unten an seinem Orte sott gehandelt werden,so hat dieses Land heutiges Tages nunmehro gantz andere Grentzen,aller-massm dasselbe gegen Morgen die Saale, gegen Mittag der ThüringerWald (a) gegen Abend die Werra und gegen Norden die Unstrut schließet.

Ich weiß zwar wohl, daß einige die Greußen von Thüringen gegenNorden, bis an den Hartz cxtenäireu: Indem aber in dem nachfolgendenv. Capitel zu ersehen, wie nach der unglücklichen Schlacht an der Unstrut,/w. 524. die Sachsen das Nördliche Thüringen eingenommen, und solchesentweder zu einer Sachsischen Provintz gemacht, oder ihrem Lande incor-xoril et, worein der Franckische König 'Ubeoäoricus cvnicntiren müssen,mithin denn memionn-te Unstrut zu einen Grentz-Fluß zwischen 'i'burmgi-kim auttlcilem und Sachsen gemacht, von welcher merckwürdigen Theilungoder Scheidung, die nächst bey der Unstrut gelegene Burg den Namen be-kommen, und noch jetzo Äm-g-Scheidingen Heisset, vermählen aber nurein Dorff ist, attermassen dieselbe vorhero eine andere Benennung hatte,so bleibe ich darbey,das heutige Thüringen erstrecke sich gegen Mitternachtnicht über die Unstrut. (b)

T 2 Pfeffers

(a) Auf dm Thüringer Walde, auf der Strasse von Saalfeld bis Coburg, ist eine Ge-gend auf einemBerge, die wird auf den Satte! genennet, allda ist ein Wacht-HauSund bey diesen sind die Grentzen zwischen Thüringen und Francken.

(b) Diesen meinen Satz bestätigen die cbronica Regia 8. Pantaleons enthalten in des-Herrn von ckockhart wo es, p. 885. heißt: In-brmatU8 eck in cackello, c^nocl cckcitnr dlimeleva, czuoei eck in-ter 8axonnm 5c cklauringorum coniinia, ubi ^ äe5un <cku8 eck. Wer NUN weiß daßMemeleben an der Unstrut lieget, der wird auch zugleich den Bewelß meines Satzeserkennen, in ^ enthalten

liefet man, p. 22. §. z. folgendes »adebat autena (viäua (Mnonck Leied-lingii) inter caetera prwäia 5ua ^bbatiam in conbnio 8axonia? 5c 'i duringiN VI(Zi8-leben äickarn, czuam prce omnibns stzecialiter Vornini wigberti, mariti nii, cur»äominioczue commenrlavit. Allhier wird von dem ehemaligen Closter Oldislebengesaget, daß es in conbnio 8axoniN 5c iburingiX gelegen sey, woraus dann gesichertzu schließen, die Unstrut sey ein Grentz-Fluß zwischen Thüringen und Sachsen, mithinerstrecke sich Thüringen nicht über die Unstrut. Caspar schreibet in der

der Grafschasst Gleichen, x. 10. denn, obgleich Thüringen daniahls viel

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