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Nicht lange aber sollte dies Glück währen, denn im folgendenJahre, am 25. September l8l9, entriß ihm ein herbes Verhängnisdie Neueste und trefflichste Gattin.
Gräfin Therese wollte eben ihren Sohn Moritz, der in Re-konvaleszenz nach einem heftigen Nervenfieber war, nach Frauen-thal bringen und war auf der Durchreise in vöslau. Nm Morgendes 25. September hatte sie mit besonderer Innigkeit und Frömmig-keit ihre Nndacht verrichtet und die heilige Kommunion empfangenund saß, umgeben von ihren Kindern, im Salon des vöslauerSchlosses beim Frühstück, als sie von einem Herzschlage betroffenwurde und tot zusammensank.
Sie hinterließ sieben Kinder: Moritz, Victor, Therese, victoire,Adelheid, Ida und Thekla. Die Söhne waren in Plankenberg,wohin nun auch Victor kam, gut untergebracht, die Töchter wurdenmit Frau von Brevillier in vöslau etabliert.
Nls die Erziehung des jungen Moritz in Plankenberg voll-endet war, wo derselbe l821 eine glänzende Schlußprüfung ablegte,wurde er auf die Universität nach Leipzig geschickt, wo er dreiJahre verblieb. Immer düsterer wurde inzwischen die Lage desVermögens. Die steierischen Güter wurden 1821, Dehnenlohe 1822,Grth 1825 verkauft, um von einem Jahre zum anderen denfälligen Verpflichtungen nachkommen zu können. Dann folgtenNnlehen auf das Wiener Palais und die Herrschaften Neulengbachund Plankenberg. Uber alle diese Summen wurden durch dieübergroßen Ausgaben und durch stets mißlingende Spekulationendes Thefs verschlungen. Als letzte Rettung betrachtete man endlichdie Entfernung des Grafen aus dem Bankgeschäste. Der SohnMoritz wurde daher im herbste 1824 aus Leipzig zurückberufen,um als zwanzigjähriger junger Mann an die Spitze des Hausesgesetzt zu werden.