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IV. Kapitel.
Die ersten Zeiten in Mülhausen.
(1400- I SSV.)
ie aus dem vorhergehenden ersichtlich ist, ist ums Jahr l 4V0Rudolf Fries, der Lohn Johanns und Bruder der Kloster-frauen Krina und Rgnes, nach Mülhausen eingewandert.Durch Jahrhunderte haben die Nachkommen der alten BernerFriesonen in Mülhausen gelebt und gewirkt. Die Familie Frieswar stets eine der angesehensten Patrizierfamilien Mülhausens undenge verwebt mit den Geschicken des kleinen Freistaates. Es istdaher für das richtige Verständnis der eigentlichen Familiengeschichteunumgänglich notwendig, eine gedrängte Darstellung der Geschichteund der Verfassung Mülhausens zu geben.
Die älteste Urkunde, in der Mülhausen erwähnt wird, stammtaus dem Jahre 823, wo Mülhausen noch ein kleines Dorf war.
l22l wurde Mülhausen, das inzwischen schon an Rusdehnungund Bedeutung gewonnen hatte, in einem vertrage zwischen KaiserFriedrich II. und dem Bischöfe von Strasburg diesem letzteren zu-gesprochen.
Während des Interregnums aber machte Mülhausen, das denGrafen Rudolf von Habsburg, damals Landgraf im Elsaß, I26lzu seinem Feldhauptmann erwählt hatte, sich mit dessen Hilfe vonder Herrschaft der Bischöse von Ztraßburg los.
Rls dann Rudolf von Habsburg zum Könige von Deutschlanderwählt wurde, erinnerte er sich seiner alten Freunde und verliehMülhausen im Jahre 1275 einen Freibrief, durch welchen denMülhauser Bürgern bedeutende Rechte und Freiheiten verliehenwurden, und der die später erlangte Reichsunmittelbarkeit einleitete.Rdolf von Rassau verlieh im Jahre 1293 der Ztadt abermals einenähnlichen Freibrief, der als die Larta Mülhausens zu be-
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