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Die Grafen von Fries : eine genealogische Studie ; allen Nachkommen des alten Berner Rittergeschlechtes Fries von Friesenberg
Entstehung
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nach ihr einiges geerbt. Aber auch diese Erbschaft wurde ihm vonden unersättlichen Mülhausener Behörden bestritten.

Ende Jänner 1505 wird deshalb der Mülhausener ZtadtschreiberJohann Zichle zum Erzherzog Maximilian geschickt, um sich überValentin Frieß zu beklagen, weil er sich nicht gutwillig von Mül-hausen ausplündern lassen wolle. Die Expedition verläuft aberrecht kläglich. Erstens ist der Erzherzog nicht in Innsbruck, wohinZichle gefahren war, sondern in Mergentheim. Zichle reist ihmnach, erlangt zwar eine Audienz, und es wird ihm ein Schreibenan den Mülhausener Bat mitgegeben, in dem gesagt wird, daß erstnach Einsicht der in Innsbruck befindlichen Bkten ein definitiverBescheid gegeben werden könne, aber auch dieses Schreiben verliertder gute Mann samt seiner Barschaft von 500 Gulden auf derHeimreise. Da ein Dankschreiben der katholischen Bantone an denErzherzog erhalten ist, in dem ihm dafür der Dank ausgesprochenwird, daß er dem armen vielverfolgten Valentin Gerechtigkeit undSchutz habe angedeihen lassen, so scheint es, daß auch nachträglichdie Mission Zichles nicht von Erfolg gekrönt war.

Das letzte Aktenstück über Valentin IV. und seine vielventiliertenAngelegenheiten stammt aus dem Jahre 1507. Es ist ein neuer-liches promemoria der protestantischen Bantone. Bald darnach scheintValentin IV. gestorben zu sein, denn man hört nichts weiter vonihm und seinen Bämpfen mit Mülhausen.

Er hinterließ zwei Söhne, Valentin V. und Johann. Beidelebten in Altkirch, wo Valentin V. Präsenzlistenverwalter war. Auchihnen wurde das Becht, ihre Mutter zu beerben, von Mülhausenbestritten. Da sie einen Empfehlungsbrief des Baisers erlangt hatten,in dem die Ausfolgung der mütterlichen Erbschaft anempfohlen undbefürwortet wurde, erbat sich Mülhausen bei den Schweizer Bantonenunterm 24. November 1530 Bat, was es unter diesen Umständenmachen solle?

Die beiden Brüder, Valentin und Johann, waren beide verheiratet.

Valentin V. hatte Anna Süder, eine Tochter des gräflich Froh-bergischen Meyers in Hirsingen, zur Frau. Sein Sohn JohannJakob kehrte, wie wir im folgenden Bachtel sehen werden, nachMülhausen zurück.