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Die Grafen von Fries : eine genealogische Studie ; allen Nachkommen des alten Berner Rittergeschlechtes Fries von Friesenberg
Entstehung
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österreichische Regentschaft, so entgegenkommend sie im Interesse derRufrechterhaltung eines guten Einvernehmens mit Mülhausen auchim großen ganzen gegen Mülhausen mar, in diesem Punkte stand-haft und der Gattin Valentins wohlwollend gesinnt. Venn immerund immer wieder erhielt Mülhausen den abschlägigen Bescheid,daß die Güter der Frau nicht ausgeliefert werden sollen. Ja selbstKaiser Rudolf II. interessierte sich für das Schicksal der von MülhausenVerbannten, und richtete in ihrem Interesse ein eigenhändig gefertigtesSchreiben an den Kanzler Egssat in Luzern, in dem er diesen bat,sich der Exilierten anzunehmen (Nr. 114).

Rus den Rkten geht hervor, daß Valentin gemeinsam mitseiner Gattin ein paus in Hochstätt besaß und daß er selber Güterim Banne von Brunstatt sein eigen nannte, die allerdings 1592für verfallen erklärt wurden. Ferner besaß er einen Wald imBärenfels, seine Gattin aber Zinsungen in Riedisheim und Güterund Lehen im Gebiete der Herrschaft Mörsperg. Ruch war er Ver-walter der Bergwerke in Leberthal (Nr. 115).

Nach seiner Flucht aus Mülhausen verfügte sich Valentin zu-nächst nach Ensisheim, im folgenden Jahre finden wir ihn in Hochstatt,wo er ja ein Haus besaß, und in Ritkirch, wo seine Mutter her-stammte, er daher verwandte hatte. Im Jahre 1600 finden wirValentin wieder in Ensisheim. Nun überwiegt wieder einmal derEinfluß seiner Gegner und er wird auch aus österreichischem Gebieteausgewiesen.

Inzwischen war 1600 Valentins Bruder Jakob kinderlos ge-storben. Mülhausen bemüht sich, statt Valentins die Erbschaft nachdiesem Bruder anzutreten. Ebenso sterben im folgenden Jahre 1601seine zwei Schwestern Rnna Müller und Kunigunde Zchlumbergerund will Mülhausen auch deren in österreichischem Gebiete gelegeneGüter an sich nehmen, vem aber widersetzt sich doch die Regentschaftin Ensisheim und erklärt die Valentin zufallenden Erbschaften fürunantastbar. Ebenso nehmen sich auch die Schweizer Kantone derGattin Valentins an und erklären es für unbillig, daß Mülhausenauch ihr vermögen sich aneignen wolle.

1605 finden wir Valentin in Türkheim angesiedelt. Um dieseZeit war seine Mutter Dorothea Biegeisen gestorben und hatte er