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Johannes Janssen und die Geschichte der deutschen Reformation : eine kritische Studie
Entstehung
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abcr ist die Sache, wenn man sich aus die Höhe der heutigen Geistes-entivieklnng zu stellen sucht, um ein Urteil zu gewinnen, vder wennman sich ans den Standpunkt einer vergangenen Zeit stellt. Da gibtes dann keine .Korrektur mehr. Da gibt es nnr eine gegenseitige Ver-neinung- Hätten wir eine einheitliche Volksbildung, wir könnten solcheExperimente, welche die Natur bei einzelnen Geistern vollzieht, ruhigsich selbst überlassen. Aber da wir keine einheitliche Volksbildunghaben, sondern erst schaffen wollen, so sind solche Experimente oft sehrgefährlich. Es handelt sich dann einfach darum, ob die geistige Fort-entwicklung des Volkes in ihrem stete» Gange erhalten oder aber obsie gestört werden, ob ein Teil der geistigen Volkskräftc den Mächtender Vergangenheit überliefert und so der Fortschritt des andern Teileszum Stillstand gezwungen werden soll. Janssen hat nun den Versuchgemacht, zu beweisen, das; der Protestantismus das Ziel nicht sei, zuwelchem unsere Bolkscntwicklnng ihre Bahn zu nehmen hat, abcr, dieNichtigkeit des Beweises vorausgesetzt, folgt etwa daraus, wie Fanssenträumt, das; nun der Katholizismus das Ziel sei und eine Vereinigungnach dieser Seite erfolgen müsse? Sehen wir einmal anf die not-wendige Unterlage aller gesunden Entwicklung, der protestantischen, derkatholischen, der nationalen n. s. w.! Alle brauchen die Gesundheitdes Volkes als Unterlage. Und Gesundheit des Volkes schafft dieNatur. Also der Mann, der sich mit der Erforschung der natürlichenLebensbedingungen abgibt, mühte an die Spitze jeder Volkserziehnngtreten. Gesundheit des Volkes ist Einklang der Erkenntnis mit demLeben, der Theorie mit der Praxis, des Allgemeingültigen mit demnational-Besonder», des national-Allgemeinen mit dem individuell-Be-sonderen. Diese Gesundheit schaffen z» helfen, muß das gemeinschaft-liche Ziel aller sein, und weil dieses Ziel nie erreicht werden kann,wenn wir bereits mit unseren eingebildeten Wahrheiten an dem Kinder-geiste zu experimentieren beginnen, so ist es geboten, der Schule jedenkonfessionellen Charakter zu nehmen, ihr aber alles das zu geben,was Hhgieniker, Arzte und Natnrwissenschafter zu geben für nötighalten. Laßt die körperliche Gesundheit und die geistige Unzweidentig-keit zur Beherrscherin unseres Volkslebens werden, und wenn sie esgeworden, überlaßt es als glaubensstarke Männer dem Leben selbst,ob es eueren Glanbens- und Heilswahrheiten annimmt vder ablehnt!Vielleicht vollzieht sich so doch noch anf germanischem Boden jene