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katholische Reformation und Nenbelebnng, für die sich Janssen zn be-geistern vermachte, während der deutsche Protestant sie als das Zielder teilweise in die Brüche gegangenen Reformation hinstellt. Solange aber die verschiedenen Heilverkünder sich zn dieser ehrlichen Thalnicht zn erheben vermögen, müssen sie es hinnehmen, daß man an dieWahrheit ihrer Wahrheiten nicht glaubt, müssen sie es hinnehme»,wenn man ihnen sagt, nicht das Heil des Volkes, sondern die Furcht,an eigenem Einfluß, an eigener Herrschaft zn verlieren, sei der letzteGrund ihres Nichtwolkens. Und damit berühren wir das große Di-lemma nnsrer geistigen Entwicklung, den Kampf des Volksgeistes umsein Fortleben und seine Zukunft mit den geistigen Mächten der Ver-gangenheit, das Hinnberstreben ans der Mystik zum verstandesmäßigenDenken, den Kampf der Vernunft mit dem Glanben. Wir berührendamit die Grundfrage, um welche sich unser heutiges Lebe» dreht:werden die Leute, welche sich mit veralteten Doktrinen nnsrer geistigenEntwicklung entgegenstellen, ans ihre Machtstellung Verzicht leisten undeine Gesundung des Volkslebens anbahnen helfen oder werden sie esnicht? Und wenn sie es nicht thnn, waS dann? Soll die Gesundungunmöglich bleiben? Wir sagen: nein! Das Volksleben selbst hatdann im Kampfe nach diesem Ziele zn streben, die geistige Revolutionwird abermals einsetzen, vielleicht ohne Erfolg für uns, vielleicht mitdem Erfolg, abermals, wie in jeuer ersten Revolution, einen Schatzgeistiger Errungenschaften für einen größeren Teil der Menschheit inSicherheit zn bringen.
Erst in allerjüngster Zeit haben wir erfahren, in welches furcht-bare Dilemma der deutsche Katholik geraten würde, wenn sich einBündnis des Papsttums mit Frankreich vollzöge, wenn ans Grunddieses Bundes ein neuer Krieg entstünde. Den Krieg vermeidendas ist die Forderung der Vernunft. Aber nicht immer herrscht dieVernunft, und wir sind nicht sicher, ob sie in Zukunft immer herrschenwird. Also die Vernunft soll herrschen, denn nur sie vermag es hint-anznhalten, daß jenes Dilemma für den deutschen Illtramontanenaktuelle Bedeutung gewinnt. Und so warten wir denn ab, daß auchdie Illtramontanen der Herrschaft der Vernunft den Weg bereitenhelfen. Hat Janssen dem vorgearbeitet? War er entschlossen, derWahrheit de» Sieg zuzugestehen? Hören wir ihn selbst: