volkwirtschast.
„Kit der Blüte deutscher Wissenschaft und Kunst beim Ausgangdes Mittelalters stand ans gleicher Stufe die Blute der Volkswirt-schaft. Und dies ist leicht erklärlich. Das Leben eines Volks bildeteine natürliche Einheit, ein zusammenhängendes Ganze und darumfindet zwischen seiner geistigen und wirtschaftlichen Thätigkeit eine steteVerbindung und Wechselwirkung statt. Die wirtschaftlichen Zuständetragen wesentlich bei zur Entwicklung der geistigen Kultur, wie sieandrerseits von dieser mitbedingt und bestimmt werden. Einer ge-ringen wirtschaftlichen Kultur entspricht, nach Ausweis der Geschichte,überall ein geringer Grad geistiger Bildung, die Fortschritte dererstercn sind in vielen Beziehungen maßgebend für die Fortschritte desVolkslebens überhaupt."
„Das wirtschaftliche Leben zerfällt in drei verschiedene Arbeits-nnd Erwerbszweige: Landwirtschaft, Gewerbe und Handel. Die Land-wirtschaft hat den Zweck, der Natur rohe Erzengnisse abzugewinnenund umfaßt die Viehzucht und den Bodenban; die Gewerbe haben esmit der Zubereitung, Umformung und Umgestaltung der von der Naturfrei dargebotenen und von der Landwirtschaft hervorgerufenen Roh-stoffe zu thnn und schließen in sich alle Handwerke und industrielle»Arbeiten; der Handel endlich tauscht die Natnrerzengnissc der ver-schiedenen Länder und die Arbeiten der Menschen gegeneinander ans,vermittelt den Verkehr der Gürer zwischen denen, welche daran Über-fluß besitzen und denen, welche derselben bedürfen."
„Diese verschiedenen Arten der wirtschaftlichen Thätigkeit einesVolkes stehen, so lange dessen Entwicklung gesund, in gehörigem Gleieh-
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