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In einer Anmerkung ans Seite 119 findet sich natürlich michder berühmte Spruch Jnnoeenz III. von der Übertragung des römischenKaisertums von den Griechen auf die Deutschen durch die Kirche.Der Historiker wird darauf nur erwidern könne», daß er wirklich nichtweiß, wann der römische Stuhl jemals so Meister des griechischenKaisertums war, daß er dasselbe einfach von einer Nation ans die anderehätte übertragen können. „Seit dem Jahre 797 gab es in Bhzanz keinenmännlichen Repräsentanten des Kaisertums mehr; der Patriarch vonJerusalem schickte die Schlüssel des heiligen Grabes an Karl als denVertreter der Christenheit; im Jahre 799 erschien Papst Leo lll.,von einer römischen Partei Vertrieben, Hülfe flehend ans dem Reichs-tage zu Paderborn. Karl stellte schnell die Autorität des Papsteswieder her, ging dann im Jahre 809 selbst nach Italien, und wurdevon Leo lll. am 25. Dezember dieses Jahres in St. Peter zum Kaisergekrönt." Das Kaisertum kam dem Namen nach an die Deutschen.Diesem Namen Inhalt nnd Form zu verleihen, blieb der späterenEntwicklung vorbehalten. Dieser Entwicklung widmet Janssen keinWort. Bei ihm ist alles schon von Anfang fertig. Janssen sagtnichts davon, daß die Not der Kirche es war, welche diese zwang,sich nach einem Schirmherrn umzusehen, sondern ans der folgendenSeite (120) erzählt er uns: „die kirchliche Gewalt hat ihre volleSelbständigkeit nnd Unabhängigkeit vom Staate, denn die Kirche istein vollständig ausgebildeter gesellschaftlicher Organismus, eine alleMittel zur Erreichung ihres Zweckes in sich selbst beschließende Körper-schaft". Abgesehen davon, daß diese Anschauung jeden Staatsbegriffausschließt und überflüssig macht, ist sie auch nicht zu vereinen mit derSchwärmerei Janssens für das deutsche Kaisertum. Zeigte sich dochschon bei dem ersten Schritte, daß die Kirche eben nicht alle Mittelzur Erreichung ihres Zweckes zu beschließen vermochte, denn ihr ersterZweck war wohl ihre eigene Existenz nnd sich dieselbe z» erhalten,genügte der Beschluß allein nicht. Es fehlte ihr die Exekutivgewalt.Der Papst kam hülfeflehcnd zum Frankenkönig. Entweder mußte esnun dahin kommen, daß der Schirmherr, die weltliche Macht Herr derKirche wurde, oder aber die Kirche mußte sich einen Diener anstellen,dem sie befehlen konnte, was er zu thnn habe, nnd beides ging nichtso schnell nnd glatt. Papst Zacharias hatte einst dem Pippin geant-wortet, daß der zu herrschen bestimmt sei, der die wirkliche Gewalt