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Baumi: so ward das Papsttum zu jener großen Menschhcitslüge, die ihrGift durch ihre Orgaue überallhin berbreitete. Und da diese Lüge weitwcuigcr den romanischen Nationen gegenüber zu Tage trat, da das Papst-tum in die romanischen Entwicklung?-Bahnen einlenkte und hier seineNatnr nicht allzusehr zu verleugnen brauchte, so erhielten diese auchvon dem Gifte viel weniger mitgeteilt, als dies dem deutschen Lebengegenüber der Fall war. Das Papsttum aber, welches sich in romani-sche Formen umzugießen versuchte, konnte für das deutsche Leben nurmehr ein Hindernis bilden, Deutschland war gezwungen dazu, dieseMacht von sich fernzuhalten, welche behauptete, wie einst, eine nni-versale zu sein, während sie sich mehr und mehr dem romanischen,dann dem rein italienischen Wesen hingab. Also die Unmöglichkeiteiner ferneren Fortentwicklung, wie sie bei dieser mit sich selbst inschreiendstem Gegensatz befindlichen Macht zu Tage trat, nötigte Deutsch-land zum Kampfe und zur Ablehnung dieser Macht, wenn es nichtselbst die Unmöglichkeit einer ferneren Fortentwicklung ans sich über-tragen sehen wollte. Brennend wurde diese Frage so lange nicht, alsdie romanische Bewegung das romanisch durchsetzte Leben Westdeutsch-lands durchflutete, brennend konnte und mußte sie erst werden, als dieseBewegung nach Osten weitergriff und sich hier die Gegensätze klarund schroff gegenübertraten: das Nvmanentnm und das unvermischteDeutschtum des Sachsenstammes. Da entbrannte der Kampf. Deutsch-land gewann sich selbst wieder, aber es gewann sich wieder mit derAufopferung seinem Herzblutes. Bleichsüchtig und krank schleicht dasin die Defensive zurückgeworfene deutsche Leben dahin, immer wiedervon der Gefahr bedroht, das Nomanentnm mit neuer Wut über sichhereinbrechen zu sehen. Aber ihm kamen andere, verwandte Mächtezu Hülfe und gewannen ihm Zeit zur Wiedercrslarknng, einer Wieder-erstarknng, welche es fähig machte, die Schläge zurückzugeben, die eseinstens erhalten. Sein Herzblut war nicht umsonst geflossen. Estränkte die stillen .Keime des germanischen Individualismus, und derdrang zurück in die romanischen Nationen, wo er den germanischenGedanken von der Freiheit und dem Selbstbestimmnngsrechte der Völkerzur Reife brachte. ^ Wer hat das deutsche Leben krank gemacht?
Die Entwicklung der Krankheit liegt vor unfern Augen seit ihremBeginn. Wir erwarten, daß man uns die Lücken in der Entwicklnngs-reihc nachweise.