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von der Viehzucht, die an den Hängen des Libanon möglich war,nnd vom Ackerbau, den nur das nicht sehr große Jordanthal gestattete,zu einer andern Kultur fortschreiten mußte, um sein Dasein zu fristen.Denn hinter diesem Lande lag die Wüste, aber vor ihm lag dasMeer. Städte nnd Handel — das war die natürliche Bestimmnngdieses Volkes, und sie wurde ihm zur Natur. Von einem solchenVolk, welches in der Periode harter Arbeit, in der Aekerbanperiode,nicht lange verweilte, können wir uns denken, daß es einen Mythuserfand, der diese Arbeit als Joch, als Strafe bezeichnete. Das Ge-genteil in der Beurteilung der Arbeit wird aber bei einem Volke derFall sein, dem eben der Ackerbau eine lange Feit nicht nur einzigesondern auch reichliche Ernährerin blieb. Es wird sich von den indieser Zeit aufgesogenen Anschauungen ebenso schwer nnd langsamzu trennen vermögen, als jenes sich rasch von ihnen trennte. Es istalso der Gegensatz einer durch eine theoretische Lehre festgehaltenenAnschauung zu einer von einem jugendlich kräftigen Leben erzengten,welcher jenes Janssensehe, eanonische Ehav^ der Urteile veranlaßt hat.Und wenn nun Janssen weiter erzählt, daß „unter den körperlichenArbeiten dem eanonischen Recht keine höher stand, als der Betriebder Landwirtschaft", so sagt er uns damit zugleich, daß dieses Rechteiner Aekerbanperiode entstammt; und wenn „die Kirche eine wirt-schaftliche Entwicklung, in der das Volk von der schlichten Beschäftig-ung des Ackerbans massenhaft in die industrielle Thätigkeit gezogenwird, für nicht gesund erachtete" (S. 4W), so gilt das uns alsBeweis dafür, daß die Kirche ihre Anschauung von einem ackerbauendenVolke hernahm, daß aber diese Anschauung ebenso hinfällig werdenmuß, sobald dasselbe Volk weiterwächst ans der Kultur der Ackerbau-Periode heraus in diejenige industrieller Thätigkeit nnd Wissenschaft.Damit stimmt überein, daß die Kirche dem Handwerk noch hold war,aber der Handel „in geringerer Gunst stand". Dem entspricht esebenso, wenn Thomas von Agnin den vollkommeneren Staat da sieht,Ivo nur mäßig Handel getrieben wird, wenn er meint, „der würdigereStaat sei der, der ans eigenem Territorium Überfluß habe, nicht aberder, der durch die Kanflente zum Überfluß gelange." Nun, das isteben eine Anschauung, die sich ans dem Knltnrstadinm erklärt, welchesdamals Europa zum großen Teil noch einnahm, aber es ist keineAnsicht, die AllgemeingülUgkeit besitzt. Ein Land kann zehn Millionen