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naiver Urteilslosigkeit zu Tage gefördert wird, zu Tage gefördert ineinem Tone und mit Unterschiebung eines wissenschaftlich sein sollendenPiedestals, der nur theologischer Anmaßung entstammen kann, derAnmaßung eines Mannes, der in seinem llrteilsdnsel doch von demfanatischen Glaube» umschwebt wird, das allein seligmachende Mittelin der Hand zu haben.
Wir müssen hier genauer zusehen, denn die Ursache der Krank-heit wissen wir noch nicht. Janssen hat die Krankheit als Ursachedes Verfalls und den Verfall als Ursache der Krankheit hingestellt.Zu solcher Erkenntnis hätte er es auch ohne so große Mühe bringenkönnen.
„Alles Eigentum ans Erden gehört nach kirchlicher Lehre Gottallein. Wie Gott der Schöpfer aller Dinge ist, so ist er auch dereinzige und ausschließliche Eigentümer derselben." — Wir könntenuns nun auf den radikalen Standpunkt stellen und sagen, die Privat-ansicht der Kirche kümmert uns nichts; wir könnten uns auch aufden natnrphilosophisehen Standpunkt stellen und sagen, die kirchlicheLehre sei nichts als eine mvstische Verhüllung der einfachen Thatsaehe,daß die Natur die einzige Produzent!», aber auch zugleich die einzigeKonsnmentin ist und da jeder einzelne Mensch Mitprodnzent ist, ist erauch Miteigentümer, aber alle diese schweren Fragen wollen wir bei-seite lassen und Janssen auf das Gebiet der kirchliehen Lehre folgen.Da steht nun in der Genesis gleich zu Anfang etwas davon, daß derMensel) die Erde füllen und sich unterthan machen solle. Also ei»Verzicht Gottes zu Gunsten des Menschen, der nun ausschließlicherEigentümer ist. Und Janssen seheint uns auch da wieder beizustimmen,denn sechs Zeilen weiter redet er schon von dem „Eigentumsrecht desEinzelnen." Dann kommt wieder etwas anders: dieses Eigentums-recht des Einzelnen ist kein unbedingtes, der Besitzer ist bloß Nutz-nießer seiner Güter, er hat „die Früchte seines Eigentums nach Mög-lichkeit wieder zum gemeinen Besten zu verwenden". Zu», Beweisedafür dient Thomas von Agnin. „In der Ausübung letzterer Pflicht,zu geben nach seinem Vermögen, liegt die Ausgleichung zwischen Reich-tum und Armut; die Ungleichheit der Güterverteilnng findet darineine innerliehe Versöhnung." Das heißt also zu deutsch: „Gott schufreiche und arme Menschen. De» letzteren gab er nichts, den erslerenalles; die letzten überließ er der Gnade der ersten, und den ersten
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