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beseitigen, es sollte die vielen Mitesser wegschaffen, fiir welche durchvermehrte nnd verbesserte Produktion zu sorgen man kein Mittel sah.„lind Ware", führt Janssen ans Ehn christlich ermannng von 1503an, „one die sterbnnge gar ze vil volcks in den landen, was anch nitgut ivarc ivegen der uarnnge." Die Not ivar schon da, aber manhatte kein Mittel, ihr zu wehren, man mußte den Hunger abwarten,der die Leute zur Aufnahme epidemischer Krankheiten geschickt machtennd dann hinwegraffte. Der Kuriosität halber führen wir hier an,wie schon vor 100 Jahren ein anderer mönchischer Nationalökonom,Otto von Bamberg, das Wachstum der Bevölkerung durch Vermehr-ung der Klöster, also des ehrlosen Standes zu verhüten suchte. DieserKampf reichte also mit seinen Anfängen schon in eine ferne Zeit zu-rück. Das Mißverhältnis zwischen Produktion nnd Bevölkerungszahlivar eine HanPtnrsache der Krcnzzüge, es war gleicherweise die Hanpt-nrsache der raschen Aufnahme der Ackerbanorden von Citeanx nndPrmnontrö, wie der in gleicher Zeit energisch in Angriff genommenenKolonisation des Wcndcnlandes durch die Sachsen. Für uns ist esferner bedeutsam, daß eine landwirtschaftliche Litteratnr seit dem letztenViertel des 15. Jahrhunderts einzusetzen beginnt, daß sich also derMenschengcist durch die Not veranlaßt sah, darüber nachzudenken, wieman die Ertragfähigkeit des Bodens zu steigern vermöge. Das aberdeutet ans den Umschwung hin. Man lenkt ans der defensiven Bahn,welche bisher eingehalten worden war, in die positive hinüber, manversucht der Natur die Selbstregelung ans Kosten des Menschenbestandeszu entziehen nnd den Überfluß an Mcnschenkräften für eine größereErtragfähigkeit der Natur zu verwerten. Das ist der neue Geist, derdem entsagenden nnd sich beschcidenden Mönchsgeiste den Krieg er-klären wird. Erforschung der Natur, Naturwissenschaften, das stehtüber der Pforte der neuen Zeit, in welche einzutreten eben der alleMönchsgeist nnscrm Volke zu verwehren versuchte. Auf dieses Grollenin der Tiefe müssen mir achten, wenn wir mit Janssen die üppigenGefilde nnd gesegneten Banerngegenden Deutschlands durchwandern.Wir müssen hören, wenn Janssen in Anmerkungen darauf aufmerksammacht (S. 301), daß trotz seiner wunderbaren Schilderungen im Texteeine Neigung zur Revolution sich zu entwickeln begann, nnd dieseNeigung entwickelt sich bekanntlich nicht, wenn es allen so außerordent-lich wohl ergeht, wie dies Janssen uns vorzumalcn versucht. Wir