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Johannes Janssen und die Geschichte der deutschen Reformation : eine kritische Studie
Entstehung
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134
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1.81

gestört" worden Ivar. Erst mit den imtiomilen Siegen Friedrichsdes Großen, welche das Übergewicht des deutschen Elementes dokn-mentierten, ward diese Wiederbelebung möglich, erst mit dem Siegedes germanischen Knltnrelemeutes in der französischen Revolution überden romanischen Absolutismus ward denn auch die WiedervereinigungDeutschlands zu einein nationalen Staatsleben möglich. Im Dienstedes germanisch-demokratischen Gedankens fielen die königlichen HäupterMaria Stuarts, Karls I. von England und Ludwig XVi. von Frank-reich, im Dienste desselben Gedankens wehrten die französischen Frei-heitsheere die Heere der europäischen Monarchen ab; im Dienste desgermanisch-demokratischen Gedankens warf der „korsische Eroberer"die Reste und Niederschläge der romanisch-absolutistischen Kultur inDeutschland über den Hansen, im Dienste des germanisch-demokrati-schen Gedankens warfen die deutschen und englischen Heere den fran-zösischen „Imperator" zum Tempel hinaus.

In Deutschland also kam es einstweilen nicht zu einer Nenbe-lebnng der Volks- und durch sie der Knnstpoesie. Aber in Englandkam es dazu, und an dieser Duelle schöpften dann die großen deutschenDichter des 18. Jahrhunderts. Für Deutschland war der Fadenabgerissen, aber für das germanische Element wurde er fortgewoben,bis zuletzt auch Deutschland wiederum daran anzuknüpfen vermochte.An dem Gange der Entwicklung aber, an dessen Konsegnenz undinnerer Notwendigkeit sich nicht deuteln läßt, erkennen wir den Feind,welcher die deutsche Kultur im 16. Jahrhundert „gewaltsam störte".Es war der Noinanismns in jeder Form, in der spanischen und fran-zösischen sowohl, wie in der päpstlichen und derjenigen der deutschenNomantiker. Daß Janssen dies nicht hat erkennen können, müsse»wir dem Romantiker in ihm, dem römischen Theologen zu gute halten.Aber für die Zukunft dürfen wir die Feinde der deutschen Entwicklungin diesen Formen suchen, nur einer tritt noch hinzu: wie im 16. Jahr-hundert die Osmanen, so jetzt die Slaven, und zu einem Bunde allerdieser gegen Deutschland scheint sich ja die Weltgeschichte wiederumsehr schön anzulassen, wenn nicht das russische Volk selbst dieser politi-schen und kulturellen Impotenz einen Strich durch die Rechnung macht.Im Gegenfalle wird die jüngste Kolonie der germanischen Knltnrele-mente, Nordamerika, in die Reihe mit einzutreten und die Rettungdes germanischen Elementes, aber auch die Versöhnung der Gesamt-