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allgemein menschliche Geistesleben ist der Himmel, der sich über demindividuellen Wachstum ausspannt. Ans nationaler Wurzel treibtalles »nd jedes Wachstuni empor zu diesem Himmel des allgemeinmenschlichen Geisteslebens, und wie das Licht, der Äther, die Atmo-sphäre alles individuelle Wachstum befruchtet, befördert und zurkraftvollen und gesunden Entfaltung emporführt, so das allgemeinmenschliche Geistesleben das geistige Leben eines Volkes, eines Stammes,einer Bürgerschaft, des einzelnen Individuums, lind wie die Luftsich in Schichten teilt, von denen die untersten immer mehr Bestand-teile des Bodens entHallen, über dem sie lagern, während die oberenin ihren Bestandteileil immer feiner und ausgeglichener und damitallgemeiner werden, so das allgemeine Geistesleben, welches in seinennnteren Schichten den einzelnen Geistern ermöglicht, einen »lehr na-tionalen, natürlichen, mit dem Boden, dem sie entwachsen, überein-stimmenden Eharakter zu bewahren, während ein Emporwachsen in dieoberen und höchsten Schichten solche Geister iinmermehr zum Gesamt-gnt der ganzen Menschheit macht. So vereinigen sich Weltbürgertumund Nationalität, so ergänzen »nd befruchten sie sich gegenseitig undstehen einander nicht im Wege, negieren einander nicht, sondern ge-deihen mit einander erst zu einem harmonischen, in sich geschlossenenund in sich lebenden Ganzen. In dein Augenblick aber, Ivo eineNation oder ein Institut zu behaupten wagt, ihre Art sei die allein-seligmachende, sie repräsentiere das Weltbürgertum, das Himmelsge-wölbe allein, in dem Augenblick lenkt sie das natürliche Wachstumans seiner Nichtnng und dieses kommt zur Verkümmerung. Das istGewaltthat, der sich in ihrer Jugend wohl alle Volker schuldig machtenund schuldig machen mußten, bis sie einsehen gelernt, daß die natür-liche Art ihrer Mitvölker nicht zu verderben und auszurotten, sondernanzuerkennen und zu Pflegen sei.
Janssen entwirft nun ein schönes Bild von der Anteilnahmeder Bevölkerung an der Entfaltung der Hnnst. Er hält sich dabeian den Tnchhändler und Schöffen Jakob Heller ans Frankfurt a. M.(S. 11ö f.), und dieses Bild wird jeden erfreuen, der es betrachtet,wenn auch Janssen nicht verfehlt, seine beliebte Moral, die Lehre vonden guten Werken, wieder einmal anzubringen. (S. 118.) Ans seinerweiteren Darstellung gewinnen wir dann eine ungefähre Vorstellungvon den Schätzen, welche sich im Laufe der Zeit in einzelne» Hirchen