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lich-germanischen Baustil dem christlich-rmnanischen gegenüber, oderdie deutsche Theologie, wie sie kommen mußte und kam, der roman-ischen Theologie gegenüber ins Auge fasse, ist für das Urteil desHistorikers gleichgültig. Er hat nur zwei Kraftrichtnngen bor sich,welche sich gegeneinander abzugrenzen und mit einander auszugleichensuchen. So ist es auch unhistorisch, wenn Janssen den von allenKunsthistorikern konstatierten Verfall der gothischen Kunst seit der Mittedes 11. Jahrhunderts zu verschleiern sucht, indem er z. B. die Ka-thedralen von Segobia und Salamanea als Beispiel anführt für die„volle Lebensfähigkeit, Kraft und Schönheit" der gothischen Knnst inspäterer Zeit, indem er dann ein Register verfaßt von den im15. Jahrhundert aufgeführten Bauten zu kirchlichen Zwecken. Erbeweist damit nicht das, was er beweisen will. Denn weder dieKirchentrennnng noch die Renaissance haben die Gothik zu Fall ge-bracht, sondern deren Ziel und Ende lag in ihr selbst. Die Gothikwar wie die Mystik kein absolut Neues und in sich Lebendes, sondernnur eine neue und freie Behandlung eines vorhandenen Stoffes.Das christliche Ideal war der deutschen Entwicklung mit auf den Weggegeben, und an ihm versuchte sich nun seine gestaltende Kraft. Aberda diese gestaltende Kraft dem natürlichen freien Leben entstammte,flössen mit der freien Behandlung des gegebenen Stoffes frische, freieGedanken ein, sie erlaubten sich ihr Spiel zunächst am Nebensächlichen,am Ornamentalen, und von hier ans erst drangen sie weiter undund weiter, bis sie zuletzt die Grundformen selbst durchsetzten, durch-brachen und änderten. Das aber war das Ende der Gothik. Vonhier aus mußte es zu einer neuen Knnst kommen, einer Knnst nichtblos von andern Formen, sondern auch von andern, Inhalt und vonandern Idealen. Janssen hat das Eintreten dieses Wandels selbstgesehen, denn er sagt: „Freilich macht sich in den gothischen Bautendes ausgehenden Mittelalters nicht selten ein störendes Überwiegendes Ornamentalen über das konstruktive Moment bemerklich J aberJanssen zieht die Konsequenz nicht, sondern er stellt den Verfall derKnnst als Folge der Kirchentrennnng dar, während er beides alsFolge des niedergedrückten Steedens der deutschen Geistesentwicklnngzur Selbständigkeit hätten darstellen müssen. Kam es denn zu einemKonkordate des kirchlichen Lebens mit dem deutschen? Ja, dem Namennach, in der That nicht. Aber es kam zu einem herzoglich-elevischen