Und wenn die Theologen nnn nns um unsere Meinung fragen, sosagen wir: am besten wäre es und am ehrlichsten, wenn sie den Bauallmählich selbst abzutragen begännen, und Ivo sie das nicht wollen,sind wir alle wohl gerne bereit, ihn stützen zu helfen, so lange esgeht, wenn sie selbst nur so ehrlich sind, die Menge frühzeitig genugzu warnen, damit sie nicht unter dem einstürzenden begraben werde.
„In seinen Werken zeichnet sich Zasins schon durch die Form:die größere Reinheit des Stils, Bequemlichkeit des Ausdrucks, Mannig-faltigkeit der Wendungen und den natürlichen Gang der Gedankenbor andern Juristen vorteilhaft ans. Aber ungleich mehr ragt erherbor durch den Inhalt, durch das überall mit durchgreifendem Er-folg verbundene Streben, der Barbarei der Glossatoren ein Ziel zusetzen und auf eigenen Füßen an der Hand der ersten Gewährsmännereiuhcrzugchcn. In der Auslegung der Quellen sucht sich Zasins vonhergebrachten Vorurteilen frei zu halten, die spitzfindige» Verschroben-heiten zu beseitigen und ein einfaches, der Natur der Sache ent-sprechendes Verhältnis an die Stelle zu setzen. ,Vor allem will ichbekennen^, sagt er in der Vorrede zu seinem Hauptwerke, ,daß ichallein von dem Texte der Quellen und von wahren und sichern Gründen,die aus dem Rechte oder auf der Natur der Sache beruhen, abhängen,nur auf diese mich stützen und an sie mich halten wilck." (S. 91.)—Es war einmal ein Mann, der hieß Martin Luther und wollte Re-formator sein, wie Zasins. Er wurde deshalb vor einem Reichstagzur Rechenschaft gezogen und dort die Zumutung an ihn gestellt, einenbedingungslosen Widerruf seiner Schriften zu leisten. Da antworteteer, sofern er nicht aus der hl. Schrift oder mit hellen, klaren Gründenwiderlegt würde, wolle er nicht widerrufen. — Der Historiker Janssenmuß das doch ganz in der Ordnung finden, wie er es bei Zasinsabsolut in der Ordnung findet, daß er nur von dem Text der Quellenund von wahren und sichern Gründen, die in der Natur der Sachelagen, abhängig sein wollte, denn die hellen und klaren Gründe werdenhier wie dort betont, und was dem Juristen seine juristischen Quellen„ohne Glossatoren", das ist dem Theologen die Bibel „ohne Scho-lastiker". Nnn hat aber doch natürlich der eine dasselbe Recht, wieder andere, sagt der Historiker, also — Ja wohl, Herr Janssen,Sic sind Theologe, Theologe auch als Historiker, deshalb messen Siemil ungleichem Maß, und nur da tritt der Historiker bei Ihnen ans,