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zurückweicht und sich neue Bahnen zn seiner Fortentwicklung sucht.Sehen wir z. B. auf die Zeiten, in denen ein Lonaus Pnüs, in denendie germanischen Voltsrechte, in denen der Sachsen- und Schwaben-spiegel niedergeschrieben wnrde», so müssen wir sagen, es waren nichtdie Zeiten höchster Blüte, sondern die Zeiten des Verfalles, in denendiese Niederschriften entstanden, lind wenn wir nun auch einmal dasGebiet der Theologie ans diesem Gesichtswinkel betrachteten? Wennwir daraufhin die „Summe der Theologie" des Thomas bon Agnineinmal ansähen? lind wenn wir dann zu dem Schlüsse gedrängtwürden, daß die katholische Theologie ans romanischer Grund-lage mit ihm ihr Ende erreichte? Folgt aber daraus etwa, daßdiese Theologie ans romanischer Grundlage nnn für allekommenden Völker und Zeiten bindend sein muß? Oder folgt daraus,daß nnn nicht mehr die Romanen, sondern die kommenden Völkerdie Weiterentwicklung der Theologie in die Hand zn nehmen haben?lind wenn nnn die Theologen ans romanischer Grundlage sich demwidersetzen? Folgt daraus etwa die Nichtigkeit ihres ersten Schlusses?Oder folgt nicht daraus, daß die katholische Theologie mit dieser Ent-wicklung ans romanischer Grundlage überhaupt ihr Ende erreicht hat?lind wenn das der Fall ist, dann wäre es ja ganz naturgemäß, wenndas Leben an diese Theologie keine positiben strafte mehr abgibt, daßes sich bon ihr hinwegwendet. lind dann wäre es ebenso naturgemäß,wenn wir de» stattlichen romanischen Bau allmählich berfallen sähen,wenn Zeit und Leben an demselben ihre Nagearbeit verrichteten, daer sich der Entfaltung neuen Lebens als ein Hemmnis und Hinderniserweist. An diesem Punkte also hätte Janssen einzusetzen, er hättenachzuweisen, daß der Nomanismns in katholischer Form weder einHindernis der deutschen Entwicklung gewesen ist noch ist. Alles anderesind Selbsttänschnngen und Lnftspiegcleien, die nur eine», der nichtsehen gelernt hat, täuschen können. Diesen Beweis aber kann nndwird Janssen nicht erbringen, nnd daraus folgt denn zum Schlüsse:T daß die katholische Kirche die ungeheure Toleranz, welche ihr dasLeben entgegenbringt, dankbar anzuerkennen, nnd 2. daß alle katholi-schen Theologen sich mit der Thatsachc abzufinden habe», daß dasLeben sich mehr nnd mehr von diesem mittelalterlich romanischemBaue hinwegwendet, daß ihre Arbeit wohl den Augenblick des Zn-sammenstnrzes desselben Hinansschieben, nicht aber abwenden kann.
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