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Johannes Janssen und die Geschichte der deutschen Reformation : eine kritische Studie
Entstehung
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bei einer gesunden Fortentwicklung kouiint der rechte Manu au denrechten Fleck, in einer ungesunde» Zeit verbraucht er seine .Urliste ebenam unrechten Fleck.

Gestanden wir der Religion in der Kindheitszeit der Völkeroder eines Volkes das natürliche Recht zu, das ganze Leben mitchrcm Wesen zu durchdringen, so fällt dieses Recht in dem Augenblick,Ivo der Einzelne, ein Volksteil oder das ganze Volk das kindliche Alterverläßt, und zum Selbstdenken fortschreitet. Die Religion kann nunnicht mehr die Forderung stellen, das staatliche und gesellschaftlicheLeben nach ihre» Normen zu regeln, sondern sie behauptet ihr natür-liches Recht, aber nicht daS Recht zur Gewalt, welche darin besteht,das natürliche Wachst»»,, den Fortschritt ans dem Kindheitsalterdurch ein Mittel z» hemmen, und den oder die Betreffenden ans demStandpunkt einiger Unmündigkeit festzuhalten. Ihr Wirkungskreisschränkt sich also ein, er zieht sich ans der Allgemeinheit, die er ehe-dem umfaßte, ans immer engere streife zurück, er richtet sich znlehtan das Individuum selbst. Wenn aber dieKirche hier ihre Aufgaberichtig erfaßt, von allen weltlichen und äußerlichen Begehrnngen läßtund sich dem reinen Gemütsleben zuwendet, wie dies nicht ander?möglich ist, seitdem das äußere Menschenleben sich »ach seinen eigenenGesehen zu regeln begonnen, wird es ihr nmsvmehr gelingen, durchdaS Individuum hinwiederum den Verbänden der Individuen, demStaat und der Gesellschaft, einen positiv religiösen Charakter mitzu-teilen und dort zur praktischen Geltung zu bringen. Also nicht direktim Gegensatz zum modernen Staat, sondern indirekt durch geistigeund moralische Erziehung vermag die Kirche fernerhin diesem Staateeinen bestimmten Eharakter zu erhalten. Es kann daher auch niemalsdie Aufgabe einer richtig verstandenen Religion sein, Erkenntnisse undFolgen dieser Erkenntnisse hintan halten zu wollen, sondern sie hatvielmehr dafür zu sorgen, daß die ihr anvertrauten Individuen, ivo-ferne sie einmal die Stufe zum Erkenntnißleben überschreite», ansdem Glanben zum Wissen vorzudringen sich anschicken, hier nicht ansResultate stoße», welche sie verwirren, so daß nun der Wirrwarr ansdem einzelnen Gemüte hinanSdringt und auflösend und ansteckend dasGanze ergreift. Vermag die Religion des mystischen Elementes nichtzu entbehren, wie dies ans lange hinaus ein großer Teil der Mensch-heit nicht zu entbehren vermag, da dieser große Bruchteil der Menschheit