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Johannes Janssen und die Geschichte der deutschen Reformation : eine kritische Studie
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zur Produktion zur Nnprodnktivität verdannnt, de»» nur das Außerezu mischen, ivnrde ihn, möglich, das Dunere beider Richtungen be-lebend, befruchtend und neu gestaltend zu durchdringen, blieb ihm ver-sagt. Nnprodnktivität bei sechs starten Bänden und sonst noch vielerleiVeröffentlichungen? — Ich habe irgendwo an hervorragender Stelledas Urteil gehört, das; sich in dem Buche Ianssens nur geringe An-deutungen zu weiteren Forschungen finden, und doch hat er selbst dasBedürfnis gefühlt, daß alle von ihm behandelten (Gegenstände „wei-terer Behandlung ebenso würdig wie bedürftig sind", er hat selbstden Wunsch ausgesprochen, „daß von andern seine Forschungen ergänzt,Ivo nötig berichtigt, und die angeregte» Fragen, wo es der Mühewert, näher erörtert würden." Nun aber findet ein .vistvriker beiJanssen nnr „geringe Andeutungen zu weitere» Forschungen". Wiekommt das? — Es ist immer wieder derselbe Widerspruch, der sichans Ianssens Zwitterstellnng ergibt: ans der einen Seite seine frischeNatur ans der andern Seite die Zwangsjacke, in welche sie vonKindheit an gesteckt wurde. So kam es zu keiner harnionischen Ent-faltung. lind da er die Kraft nicht besaß, diese Zwangsjacke zusprengen, ward er mit der Zeit zu der Selbsttäuschung geführt, die-selbe als Normalkleidnng für jeden Menschen zu betrachten. Vondieser Grundlage hat Janssen sich daran gemacht, sich mit der deut-schen Reformation auseinander zu setzen. Was dabei heransgekommen,werden wir in Folgendem sehen.

Die Reformation wird von dein natürlichen Streben getragen,dem »lenschlichcn Verstand und der gesunden Vernnnft gegenüber deranschließende» und allein seligmachenden Theorie und Autorität derKirche eine dein Lebensalter der Nation entsprechende Stellung zuverschaffeil. Nun aber ist das religiöse Denken die Denkform einernaive» Natur, eines Volkskindes, und insofern diese Art des Denkenseben in der Kindheit eines Voltes die allein natürliche ist, ist sie auchdie allein berechtigte. Es formieren sich eben alle Knltnrgebietc ansGrund dieser Denkart, sie findet Aufdruck in Literatur und Knnst,Staatsleben und Gesellschaft, die Wissenschaft trägt in dieser Zeiteinen ausschließlich theologischen Eharakter. Nun aber bleibt ein Voltfür gewöhnlich nicht ewig Kind. Je mehr seine Verstandesthätigkeiterwacht, nmsoniehr enthüllt sich sein Denken der bisherigen mystischenForm. Die reale Lebenserfahrung nimmt eine Stelle neben der