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Urkunden-Buch der Familie von Zwehl : nebst Kunstbeil., Textbildern, Stammbäumen u.e. Anh., enth. Beitr. zu e. Familiengeschihichte
Entstehung
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Bes.: Hauptmann von Mellenthin, im Regiment Königin, Flensburg:

1. von Zwehl, Christian, geb. 1790, gest. 1871, als Rittmeister der Bremer Schwadron. Pastell-

Bild. Miniatur.

2. ,, derselbe als 15. Ulan. Oel-Bild.

Bes.: Frau Oberst von Mellenthin, geb. von Z w e Ii 1:

1. von Zwehl, Anselm Christoph, geb. 1739, gest. 1805. Kurmain zischer Landkommissar,

Regierungs- und Holkammer-Rat.

2. ,, ,, derselbe auf einer Brosche. Oel-Bild.

Die Uebergabe der Festung Mainz im Jahre 1792.

Aus den hinterlassenen Papieren des Hofkriegsratspräsidenten C. H. v. Zwehl. 1 )

Mit der Zusammenstellung eines Urkundenbuches beschäftigt, fand ich unter altenPapieren nachfolgendes Promemoria über den Verlust der Festung Mainz im Jahre 1792, her-rührend von der Hand meines Urgrossonkels, des kurmainzischen Präsidenten des Hofkriegsrats,geheimen Kabinetssekretärs des Kurfürsten und Reichsarchivars Carl Herwig v. Zwehl (1737 bis1816). Ha gerade über diese Begebenheit viel sich Widersprechendes geschrieben worden ist,mochte ich nicht zögern, dieses Schriftstück der Oeffent-lichkeit zu übergeben, das, wenn es auch keine sensationelleNeuigkeiten enthält, doch immerhin ein interessanter, Bei-trag für jene wichtige Zeit sein dürfte, umsomehr, da dieAufzeichnungen aus der Feder eines Mannes stammen,der hervorragenden Anteil an den damaligen Ereignissenhatte.

Es findet sich in diesem Schriftstück bestätigt, wasHeinrich König, wohl der beste Kenner des alten Kur-staates, in seiner höchst beachtenswerten Vorrede zu denDenkwürdigkeiten des Generals Eickemeyer über den Fallder Festung Mainz mutmasst. Aber noch ein andererwichtiger Punkt, welcher meines Wissens noch von keinemSchriftsteller, der dies Thema behandelt hat, gewürdigt ist,tritt in dem Promemoria klar hervor, nämlich; dass esgeradezu in der Absicht der damaligen Mainzer Regierunglag, die Franzosen zu bewegen, das speyersehe Korps undMagazin aufzuheben, um so die Reichsversammlung inRegensburg zu veranlassen, den Reichskrieg wider dieFranzosen zu erklären. Hierauf zielt vielleicht auch dieAeusserung des Kanzlers Albini, die er im Beisein Eicke-meyers einem Rittmeister gegenüber fallen Hess, der nachdem Abzüge der Franzosen von Worms dahingeschicktworden war und die Meldung überbrachte, der Feind habe Carl Joseph von Zwehl,

gute Disciplin gehalten und alles baar bezahlt:Lieber Premier- Lieutenant im I. Hanseat. Infau ^ie-wäre es mir gewesen," antwortete ihm der Kanzler,von Regiment Nr. ib.

Ihnen zu hören, dass Worms und die Gegend ausgeplündert und verheert worden sei."

i) Veröffentlicht imArchiv" des Historischen Vereins für das Grossherzogtum Hessen im Jahre 18.18.