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Fürst Bismarck im Lazareih,
erfuhr mein Vater demnächst, daß nur Einer von uns verwundet sei, derAndere lebe. Er ritt auf die ihm als meine Unterkunft bezeichnete FcrmcMariaville los und traf an ihrem Eingange meinen mit Wassertragen be-schäftigten Bruder. Die leicht verwundeten und kriegsgefangcnen FranzösischenOffiziere auf dem Gehöft machten sehr erstaunte Gesichter, als der in seinerGcneralsuniform ihnen wohlbekannte Bismarck einen sehr stark beschmutztengemeinen Dragoner in seine Arme schloß. Meinem Bruder war kurz voroder mitten in den Französischen Linien das Pferd durch die Fessel geschossenworden, so daß es in voller Fahrt stürzte und ihn dabei nicht freiließ. Alser, um loszukommen, den Säbel hob und den Koppelriemen durchschneidenwollte, hielt das Pferd diesen wohl für eine Peitsche und sprang von selbstwieder in die Höhe. Er benutzte es nun als Schild gegen die FranzösischenGeschosse, während er zu Fuß seinen Rückzug antrat. Bei diesem Marschüber das Leichenfeld redete ihn ein durch beide Füße geschossener Dragonermit der Bitte an, ihn mitzunehmen. Er hob diesen Mann mitten im Feuerauf sein Pferd, das schon von mehreren Kugeln getroffen war, und sie mar-schirten weiter, bis in das Dorf Mars la Tour, wo mein Bruder den vonder Kavallerieattacke zurückkehrenden 2. Garde-Dragoner Grafen Lehndorfftraf. Dieser gab ihm ein Pferd, das einen verwundeten und gefangenenFranzösischen General getragen hatte, und fand mit ihm nach längeremSuchen schließlich spät abends Trotha mit seiner 5. Schwadron vom 2. Gardc-Dragoner-Regiment. Dieser bewirthetc meinen Bruder in freundlicher Weiseund behielt ihn die Nacht im Bivouak bei sich, von wo er am anderen Morgenden Weg nach Mariaville fand.
Mein Vater hatte mich kaum begrüßt, als der aufgeregte dirigirendeOberstabsarzt Dias, von dem wir bis dahin nichts gesehen hatten, sich ihmentgegenstürzte, ihn bei der Hand ergriff und in einen Schwall von Wortenausbrach, die Bismarck und die letzten Ereignisse preisen sollten. Er schloß:„Meine Herren, bringen Sie mit mir ein Hoch aus, Sie Alle werden dasEiserne Kreuz bekommen." (Dabei lagen zwei schwer verwundete Franzosenunter uns!) Mein Vater schüttelte sich den Mann mit Mühe ab, um mitmir zu reden, und versprach mir für den nächsten Tag einen Wagen, welchermich nach Pont ü Mousson in sein Haus bringen sollte. Er hatte noch einenAuftritt mit dem aufgeregten Arzt. Die Verwundeten hatten ihm überNahrungsmangel geklagt, worauf Diös bedauernd bemerkte, es wären keine