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Schönhausen und die Familie von Bismarck
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Brief des Fürsten an den Kaiser. 1872.

und kann Ich mit Meiner Theilnahme an diesem Feste nicht zurückbleiben,und so wollen Sie und die Fürstin, Ihre Gemahlin, Meinen innigsten undwärmsten Glückwunsch zu diesem erhebenden Feste entgegennehmen; daß Ihnenbeiden unter so vielen Glücksgütern, welche die Vorsehung für Sie erkorenhat, doch immer das häusliche Glück obenamstaud, das ist es, wofürIhre Dankgebete zum Himmel steigen. Unsere und Meine Dankgebete gehenaber weiter, indem sie den Dank in sich schließen, daß Gott Sie mir in ent-scheidender Stunde zur Seite stellte und damit eine Laufbahn meiner Regie-rung eröffnete, welche weit über Denken und Verstehen geht. Aber auch dafürwerden Sie Ihre Dankgefühle nach Oben senden, daß Gott Sie begnadete,so Hohes zu leisten. Und nach allen Ihren Mühen fanden Sie stetsin der Häuslichkeit Erholung und Frieden, das erhält Sie inIhrem schweren Berufe. Zur Erinnerung an Ihre Silberne Hochzeitwird Ihnen eine Vase übergeben werden, die eine dankbare Borussia darstelltund die, so zerbrechlich ihr Material auch sein mag, doch selbst in jederScherbe dereinst aussprechen soll, was Preußen Ihnen durch die Erhebungauf die Höhe, auf der es jetzt steht, verdankt. Ihr treu ergebener dankbarer

König Wilhelm."

Das Antwortschreiben vom 1. August 1872 hatte folgenden Wortlaut:

Ew. Majestät haben meiner Frau und mir durch die huldreiche Theil-nahme an unserem Familienfeste eine große Freude bereitet und wollenunseren ehrfurchtsvollen Dank gnädig entgegennehmen. Mit Recht hebenEw. Majestät unter den Segnungen, für die ich Gott zu danken habe, dasGlück der Häuslichkeit in erster Linie hervor, aber zum Glück gehört inmeinem Hause für meine Frau sowohl wie für mich das Bewußtsein derZufriedenheit Ew. Majestät, und die so überaus gnädigen und freundlichenWorte der Anerkennung, welche das Allerhöchste Schreiben enthält, sind fürkranke Nerven wohlthätiger als alle ärztliche Hülfe. Ich habe im Rückblickauf mein Leben so unerschöpflichen Anlaß, Gott für seine unverdiente Barm-herzigkeit zu danken, daß ich fast fürchte, es könne mir nicht so gut bis zuEnde gehen"

Als am 11. April 1893 die Hamburger ihm einen Fackelzug brachten,lautete der Schluß seiner Antwort auf die vorherige Ansprache:Ich dankeIhnen Allen, daß Sie gerade heute am Geburtstage meiner Frau gekommensind. Ohne ihre stete Sorge würde ich wohl kaum so alt geworden sein,