Schönhauson kommt zum Kreis Jerichow II.
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Preußens edle Krieger mit Gott für König und Vaterland fechtend in Pariseinziehen werden. Th. K."
Am 18. März 1808 wurde der Ort bei großer Kälte von einer schwerenFeuersbrnnst heimgesucht. Der Bericht über dieselbe im Kirchenbuchs schließtmit den Worten: „unerachtet der schweren Zeiten (denn vom 16. September 1807an hatte das Dorf beständig Französische Einquartierung und noch jetzt istkeine Aussicht, von dieser drückenden Last befreit zu werden) waren mit An-fang der Ernte alle Gebäude wieder aufgebaut".
Die durch die Franzosen erwachsenen Unkosten gab Ferdinand v. Bismarckals Besitzer der einen Hälfte von Schmehausen I im Jahre 1809 auf 7997 Rthlr.an. In diese Summe sind eingerechnet 3106 Rthlr. für die Verpflegung einesOffiziers 1052 Tage lang, während fast beständig drei auf dem Schlosse inQuartier, 200 Rthlr. für eine Französische Dame 100 Tage lang, 254 Rthlr.für einen Französischen Bedienten 509 Tage lang, 2504 Rthlr. Einbuße'durch die Plünderung und 1071 Rthlr. Kriegsstcner, welche nach dem West-fälischen abgeführt worden war. Außerdem betrug die von der Kriegs-steuer-Repartitions-Kommission dem Gut auferlegte Steuerlast für die Jahre1807 und 1808: 2233 Rthlr.
Bei aller Trauer über das dem Vaterland widerfahrene Elend hatteman wenigstens den Trost, daß der Ort von den durch Bonaparte vollzogenenUmwälzungen unberührt und mit dem alten Stammlande vereinigt blieb.
Bis zum Tilsiter Friedensschluß hatten Schönhauscn und Fischbeck, aufwelche bei der Permutation von 1562 das altmärkischc Recht hinübergenommenwar, trotz ihrer Lage jenseits der Elbe zu Tangermünde gehört und galten alsder Altmark einverleibt. Nunmehr bei Abtretung des linken Elbnfers an dasKönigreich Westfalen, verblieben beide Orte bei Preußen und wurden bei derEinrichtung der Provinz Sachsen, welche auf Grund der Gebietsveränderungendes Wiener Kongresses nothwendig wurde, dem zweiten Jerichow'schcn Kreiseeinverleibt.
In kirchlicher Beziehung waren sie zuerst zur Diözese Seehausen, dannzu Tangermünde gelegt worden, wo zuerst 1579 eine Inspektion eingerichtetwurde; bis dahin soll der Dechant das Kollegiatstiftes zu Tangcrmünde unterder Oberaufsicht des General-Superintendenten der Kurmark eine Art vonMittelbehörde gewesen sein. Die erste Kirchvisitation zu Schönhausen scheint