August Friedrich v, Bismarck.
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August Friedrich, der älteste Sohn des Landrathes Augustus, ^ zuSchönhausen 2. April 1695, st 17. Mai 1742 als Oberst und Kommandeurdes Regiments Ansbach-Bayrcuth auf Kuiephof, Jarchlin, Külz und Schmelz-dorf. Von Jugend auf große Neigung zum Kriegsdienst zeigend, trat erbereits im 16. Lebensjahre 1711 als Kornet bei dem Regiment Kürassiereein, welches der Bruder seiner Mutter, der nachmalige General-FeldmarschallGraf v. Katte, als Oberst führte. Am 23. Mai 1712 theilte er von Antwerpenaus seiner Mutter sein erstes Kriegserlebniß mit. Der Oberst, in dessen Suite ersich mit anderen Offizieren befand, schlug nämlich ans dem Hinweg zur Armeenach Brabant zwischen Breda und Antwerpen einen Angriff des bekannten fran-zösischen Parteigängers Dumoulin mit schweren Verlusten auf beiden Seitenzurück, wobei August Friedrich und Graf Wartensleben nichts verloren,während ihr Kamerad, der Kornet v. Borstel, erschossen wurde. Aus denzahlreichen Briefen (im Archiv zu Schönhausen), welche der 17 jährige Kornetaus jenem Feldzug nach der Heimath schrieb, ergiebt sich, daß er auch derBelagerung von Qucnoy und Landrecy beiwohnte. Nach Abschluß des Friedenszwischen den Alliirten und Frankreich befand er sich 1715 während desKrieges mit Schweden in Vorpommern und bezog nach Beendigung derKampagne mit seinem Regiment die zugewiesenen Standquartiere in Preußen.Als 1717 der Oberst Achaz v. der Schnlcnburg auf Königlichen Befehl einRegiment Dragoner in Halberstadt errichtete, wurde er vom König beidiesem Regiment zum Kapitän über eine Kompagnie ernannt. Dieselbe wnrdejedoch wenige Jahre später auf Eskadrons gesetzt. In diesem Regiment (Alt-Schulenburg) mit Standquartieren in Gollnow und Umgegend, avancirte erspäter zum Major und Oberstlientenant (Patent für den Obristwachtmeister:Berlin, 20. August 1727).
Im ersten Schlesischen Kriege wohnte er mit seinem Regiment, jetztAnsbach-Bayreuth genannt, der Belagerung von Brieg bei. Einige Tage nachder Schlacht von Mollwitz, in welcher er als Oberstlieutenant 5 Eskadronsführte, wurde er mit dem Oberstlieutenant v. Ziethen an der Spitze von600 Husaren und 300 Dragonern zum Aufsuchen und zum Angriff einerfeindlichen Partei von 1300 bis 1400 Reitern kommandirt, „welche unter demOberbefehl des ungarischen Generals Baroniay mit einem namhaften auf-gebrachten 00NVO/ anderen Tages abziehen wollten". Als diese sich eben mitanbrechendem Tage vor dem Dorfe Rvthschloß zum Abzug sammelten, er-
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