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Schönhausen und die Familie von Bismarck
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Vererbung von Schönhausen,

daß ihm keine Nacht zu finster, keine Ruhe zu groß, kein Weg zn beschwerlicherschien, als daß er sich von seinen Verrichtungen hätte abhalten lassen. Sopassirte er denn manchmal der Landschaft wegen mit Gefahr des Leibes nnddes Lebens den Elbstrom".

„Gottes Wort, welches er sehr gern hörte, war ihm die Richtschnurseines Lebens. Als Wohlthätcr der Armen und Nothleidcnden erwies er sichauch dadurch, daß er für viele arme Kinder das Schulgeld durch Lieferungeines gewissen Maßes von Korn an den Lehrer bezahlte."

Die Leichenpredigt schließt mit den Worten:

So drückte denn die sanfte Ruh',

Mein Bismarck, Deine Augen zu;

Dein Sterbebette konnte zeigen,

Daß ob Dein HerzIm letzten Kampf und SchmerzSich zwar muß vor des Todes Scepter neigen,

Dennoch die Seel' im Glauben lachtlind nur des Todes Pfeil veracht.

Dein Nachruhm steht in Erz geprägt,

Gleich wie Dein hoher Nam' in unsere Brust gelegt.

Auf seinem und seiner Gemahlin Grabmal in der Kirche, welches anReichthum hinter dem Epitaphium seiner Eltern zurücktritt, finden sich zweiHerzen, durch eiu Band vereinigt, mit der Uebcrschrift: „Auch der Tod trenntuns nicht".

Aas Hestament des Landmtl)es Augustus.

(Thrilung von Schönhauser:.)

Nach dem Tode seiner Gemahlin und seines Sohnes Georg Heinrichtraf Augustus II. durch Testament vom 22. und 24. Dezember 1729 undCodicill vom 24. April 1730 folgende Bestimmungen:

1. Der Leichnam soll ohne alles Gepränge und ohne besonderen Kosten-aufwand an der Seite seiner Gemahlin in einem Sarge von mittelmäßigerArt beigesetzt werden.

2. Beim Antritt seiner Güter hat sein Vermögen in sehr Wenigem be-standen, aber der treue Gott hat ihn unter Assistenz seiner verstorbenen Ehe-