Georg Friedrich o, Bismarck,
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Er trat in holländische Dienste, in denen er als Kompagnielieutcnantbei dem Gräflich Lippe'schen Regiment unter dem Rittmeister MatthiasGebhard v. der Schnlcnburg an der Belagerung und Eroberung von Bonnund an den Kämpfen vor Kaiserswerth theilnahm. Vor Kaiserswerthwurde sein Maul erschossen. Bei Fleury erhielt sein Pferd einen Schußdurch den Hals, er selbst einen solchen in die rechte Seite. Dabei wurdeihm der Zügel vom Pferde weggehauen, so daß er die Direktion desselbenverlor und den Feinden als Gefangener in die Hände fiel. Bei seinerGefangennehmung schlug ihm „das Pulver eines Schusses derart ins Gesicht,daß er die Zeichen davon bis an sein Ende im Antlitz trug". Mit dereinen Pistole, welche er verborgen gehalten, erschoß er den einen der ihnführenden Franzosen und hielt sich, nachdem er die Feldbinde und die Feld-zeichen abgelegt und den Zügel des Pferdes wieder zusammengebunden hatte,so lange bei den Franzosen auf, bis er wieder sein holländisches Regimenterreichte. In Charleroi unterwarf er dann seine Wunden der ärztlichenBehandlung. Auch im nächsten Jahre nahm er am Tressen bei Steenkerkcntheil, in welchem er völlig unversehrt blieb. Nach mehreren Kampagnenbei der Niederländischen Armee trat er zu der Kaiserlichen Armee über, wurdeaber durch ein Quartan-Fieber zur Rückkehr in die Hcimath genöthigt. Nach2/4 Jahren von seiner Krankheit genesen, ging er als Volontär mit derKaiserlichen Armee nach dem Rhein und ins französische Gebiet bis nahe anStraßburg heran und erhielt vom Kaiserlichen Generallieutenant Fürsten vonWürttemberg das Versprechen der Anstellung. Kurze Zeit, nachdem er zuSchönhauscn einer Hals- und Brustkrankheit erlegen war, lief von dem-selben ein Schreiben ein, wonach ihm eine Kompagnie zu Pferde verliehenworden war.
Außer diesen Mittheilnngen aus seiner Leichenpredigt (im Archiv zuSchönhausen) ist nur noch zu erwähnen, daß er am 14. November 1695mit seinen Vettern Christoph Friedrich und Ludolf und mit seinem BruderAugnstns die Belehnung über Schönhausen empfing. Ein Denkmal in derKirche zu Schönhausen zeigt Kricgstrophäcn sowie Waffen ans dem Tnrkcn-kriege mit den Daten seiner Geburt und seines Todes unter Angabe seinesAlters auf '^8 Jahre 6 Monate 19 Tage. Sein Bild hängt ebenfalls inder Kirche.