Die Rundmarkcn,
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mit den Kindern eingetragen wurden. Nach anderen stellen sie eine Familien-chronik insofern dar, als jedes Geschlecht am Orte einen ihm zugewiesenenStein am Gotteshause benutzte, um auf dem Friedhof die Todesfälle einzu-kratzen, so daß sie noch heute von den Thränen und Gebeten derer Zeugnißablegen, welche weinend um ihre Lieben dort knieeten und mit einer, viel-leicht einem religiösen Gebrauch geweihten, Münze eine Erinnerung anihre Verstorbenen in den Stein eingruben. Auch behauptet man, jene Zeichen,welche mancher Besucher des Gebäudes vielleicht niemals bemerkt hat,rührten von dem Wetzen der Schwerter und der Dolche, die runden von denSchwertknäufen her, welche vor dem Auszug zum Kampfe am Gotteshauseine Weihe empfingen. Man hat auch auf die Wanderzüge der Geißler, welcheauf den Kirchplätzen, oder auf die Büßer hingewiesen, welche vor der Kirchthüreeinem religiösem Gebrauche huldigten, dessen Spuren jene Vertiefungen tragensollen. Besonders aber neigt mau zu der Annahme, es seien Zeugnisse derSympathie, d. i. zum Besprechen von Krankheiten, um dieselben in den Steinhineinzupusten.
Wir haben in ihnen eine weit verbreitete vielleicht mit altheidnischemAberglauben zusammenhängende Erscheinung zu erblicken, für welche bis heutejede befriedigende Erklärung fehlt.