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Schönhausen und die Familie von Bismarck
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Die Völkerwanderung.

stände sind der La Töne-Zeit, bis zum Jahre 300 unserer Zeitrechnungreichend, nach dem Hauptfundort, dem Pfahlbau von La Töne am Neuf-chnteler See, so genannt zuzurechnen. Die an der Ostseite der Elbe an-getroffenen Urnen und Thongefäße tragen einen durchaus wendischen Typus.

Zu Beginn der Völkerwanderung zogen die snevischen Völkerschaftenmit den Semnonen nach Süden, während die Zurückbleibenden mit anderenVölkerschaften sich vermischten. Einen Theil der von den Semnonen ver-lassenen Wohnsitze nahmen nun vorübergehend die von der Altmark nach deinrechten Elb-Ufer herüberkommenden Langobarden ein; bald ergriff auch dieseder nach dem Süden gerichtete Wandertrieb. In die entleerten Theile des nörd-lichen Deutschlands zogen nun nachdrängend von Osten her, etwa im 4. Jahr-hundert, slavische Stämme ein, welche wegen ihrer Hauptbeschäftigung mitFischerei die Fluß- und Stromufer und von Wasser durchsluthetc Thäler fürihre neuen Niederlassungen bevorzugten. Auf diese wendischen Bewohner,welche ebenso wie die früher in den benachbarten Landen sitzenden deutschenUrbewohner ihre Todten verbrannten, sind die in den Bergen hinter Fisch-beck ausgegrabenen Aschenurnen und die in den Sandbergen von Schön-hausen vielfach zu Tage geförderten Scherben thönerner Gefäße, sowie eine1834 östlich der hohen Warthe bei Aufwerfung eines Grenzgrabcns ander Schönhauscner Chaussee freigelegte, völlig unversehrte Urne mit kleinenKnochen und trockener Asche zurückzuführen. Auch der 1758 beim Bau desKöniglichen Magazins zu Rathenow in einer Urne aufgefundene goldeneHammer mit Spangen von Golddraht gehörte wohl einem Wenden undzwar einem Heerführer an. Denn die bei den Urnen angetroffenen Beigabenvon Schmuck oder Waffen oder anderen Geräthen, bekunden immerhin einenUnterschied der Stände, während nach sonstiger Annahme die Slaven einensolchen abgesehen von der Einteilung in Knechte und Freie nichtgekannt haben sollen.

Das Gebiet der Wenden war in Gaue eingctheilt. Durch Elbe, Havelund Stremme wurde der Gau Liczizi begrenzt, welcher also die LändchenJerichow, Schönhausen, Klietz, Sandau, Schollene und Kamcrn umfaßte.Jenseits der Havel lagen die Gaue Niletizi und Dosseri, südlich der Stremmeder Gau Zemzizi. Daß die Ansiedelungen in dem hier in Betracht kommendenTheile des Havellandes wesentlich erst von Wenden herrühren, wird auchdurch die slavischcn Namen der elf im Gaue Liczizi gelegenen zum Schlosse